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Bärenbrücke

 

Im Herbst 2004 wurde der Bau der so genannten Bären-Grünbrücke im Bereich der Schütt fertig gestellt, welche ein ungehindertes Überqueren der Autobahn A2 vom Dreiländereck Richtung Dobratsch – Gailtaler Alpen ermöglicht.

Das natürlich nicht nur für Bären, sondern neben vielen Kleintieren insbesondere auch für die weit häufigeren Schalenwildarten Rothirsch und Reh, sowie für den Fuchs.
Sie waren auch die ersten, welche das Bauwerk als Wechsel genutzt haben. Der Duftspur dieser Wildarten folgend hat schließlich im Frühsommer 2005 auch ein Bär seine Brücke eingeweiht, im Juli 2007 zum zweiten Mal, aktuell steht die Brücke nicht mehr unter Dauerbeobachtung.

Neben dieser wichtigen Funktion der Lebensraumverbindung Schütt-Dobratsch und Steinernes Meer-Dreiländereck sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Baustelle im Winter 2003/2004 eine der wenigen Großbaustellen Kärntens war und 16 Arbeitern einer heimischen Baufirma fast ein Jahr den Arbeitsplatz sicherte. Das Projekt an dem sich u.a. auch die Kärntner Jägerschaft und Jäger vor Ort beteiligt haben, hat mit einem Aufwand von etwa 300.000 Euro durch das Land Kärnten, allen voran die Straßenbauabteilung, ein Bauvolumen von etwas über 2 Millionen Euro realisiert.
Den Bärenanteil der Kosten trug nämlich die Asfinag und die Europäische Union.
Hätte Kärnten diese für den Grünbrückenbau zweckgebundenen Gelder nicht in Brüssel abgeholt, stünde sie jetzt vielleicht in den Pyrenäen und unsere Natur mitsamt den Bären und unsere Bauwirtschaft hätte nichts davon gehabt.
Insgesamt ein sicher in jeder Hinsicht gelungenes Projekt, dessen positive Wirkung sich über die Jahre kontinuierlich verstärkt. Das Bauwerk ist europaweit die erste Grünbrücke welche im Nachhinein, über eine bestehende Autobahn hinweg, errichtet wurde.

Viele Studien zeigen die besondere Wichtigkeit der Lebensraumvernetzung in Zeiten immer stärkerer Zerschneidung der Landschaft und drohender Verinselung in den Gebieten dazwischen. Der Braunbär ist nach der Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union (FFH-RL Anhang II und Anhang IV) ein prioritäres Schutzgut von herausragendem gemeinschaftlichem Interesse, in Kärnten genießt er nach dem Jagdrecht ganzjährige Schonung.


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