QM ISO9001
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Gewässerschutz an Straßen

 

Oberflächenwasser sind je nach Lage, der Beschaffenheit der Oberfläche und deren Nutzung und Reinigung mehr oder weniger stark verunreinigt. Die Verunreinigung stammt einerseits aus Inhaltsstoffen der Luft, der Oberfläche selbst und nutzungsbedingten Verunreinigungen wie Reifenabrieb, Abrieb der Bremsbelege, Tropfverluste durch Schmier- und Treibstoffe.

Weitere Verschmutzungsquellen können sein:
Split, Auftausalze, organische Belastungen aus dem Umfeld und Abfälle.

Der Verschmutzungsgrad von Verkehrsflächen im ruhenden Verkehr steigt mit der Anzahl der Fahrzeugwechsel und der Höhe der Verweildauer der Fahrzeuge (Park and Ride Plätze).Beim rollenden Verkehr hängt der Verschmutzungsgrad hauptsächlich von der Verkehrsfrequenz und den damit verbundenen Anfall von Reifenabrieb und Tropfverlusten zusammen.
In Bestimmten Fällen sind daher Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers vor einer Versickerung bzw. zum Schutz der Oberflächenwässer vor einer Einleitung zu setzen.

Entwässerungsanlagen für Straßen bis zu 500 Kfz / 24 h sind bewilligungsfrei, da von einer geringfügigen Wassernutzung ausgegangen wird.

Bei Straßenbauvorhaben für Straßen über 500Kfz / 24h, soll die Art der Entwässerung der Wasserrechtsbehörde mitgeteilt werden, um in einem allfälligen Vorprüfungsverfahren zu prüfen, ob öffentliche Interessen und / oder fremde Rechte verletzt werden.
In wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten und Schongebieten ist jedenfalls eine Einzelfallbeurteilung seitens der Wasserechtsbehörde notwendig.

Aus technischer Sicht ist die flächenhafte Versickerung über eine aktive Bodenpassage die wasserwirtschaftlich und ökologisch günstigste Variante. Die Versickerung nach Reinigung über Muldenrigolsystem garantiert auch noch einen ausreichenden Gewässerschutz.

Bei Gewässerschutzanlagen im Zuge von Straßenbaustellen, sollte vor deren Projektierung das Einvernehmen mit den Behörden sowie mit Sachverständigen hergestellt werden, um das kostengünstigste Entwässerungssystem der Projektierung zugrunde zu legen.

Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die Richtschnur zur ordnungsgemäßen Verbringung von Oberflächenwässern für das Bundesland Kärnten von der Abteilung15 des Amtes der Kärntner Landesregierung.



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