QM ISO9001
KONTAKT
  • Abteilung 9
  • (Kompetenzzentrum
  • Straßen und Brücken)
  • Flatschacher Straße 70
  • 9020 Klagenfurt am Wörthersee
  • Telefon: 050 536-19002
  • Fax: 050 536-19000
  • abt9.post@ktn.gv.at

Ersatzbiotop Hirt

 

Die Abteilung 9 hat südöstlich von Friesach, zwischen Metnitzbach und Flugfeld Friesach (Parzellen Nr. 1331, .133, 1335, KG Lorenzenberg), ein Ersatz- bzw. Ausgleichsbiotop zu errichten. Die Fläche dieses Biotops beträgt ca. 45.000 m² (4,5 ha).

Ziel des Projektes ist die Schaffung eines aus ökologischer und naturschutzfachlicher Sicht attraktiven Feuchtbiotops als Lebensraum für seltene und geschützte Vögel, Amphibien und Insekten.

Im Wesentlichen ist die Errichtung der nachfolgenden Biotopstrukturen geplant:

  • Tiefwasserzone bis max. 2,00 m Tiefe (ca. 1.033 m²)
  • Flachwasserzone bis max. 0,60 m Tiefe (ca. 5.245 m²)
  • Wechselfeuchte Zone / Röhrichtzonen zwischen 0,05 m über bzw. 0,10 m unter Grundwasser ( ca. 13,050 m²)
  • Inseln
  • Extensive Mähwiese (ca. 11.200 m²)
  • Sukzessionsfläche (ca. 13.686 m²)
  • Humuszwischenlager mit Steilwand (ca. 5.345 m²)
  • Kleinere Bepflanzungen

Das Projektgebiet ist von Grünland sowie Ackerflächen bestimmt. Der Metnitzbach liegt östlich des Projektgebietes und wird von einem Uferbegleitstreifen zum Intensivkulturland hin begrenzt. Das durch die Geländeabsenkung gewonnene Aushubmaterial wird unmittelbar vor Ort wieder für Gestaltungsmaßnahmen herangezogen. Zu den angrenzenden Grundstücken (Grundstücksgrenze) wird bei den geplanten Abgrabungen bzw. Anschüttungen ein Mindestabstand von 1,50 m eingehalten.

Die bis zu 2 m tiefe Tiefwasserzone ist für eine gefahrlose Überwinterung der Wassertiere notwendig. Das Gelände wird in diesem Bereich um bis zu 4 m abgesenkt. Dies bedeutet, dass das neue Geländeniveau ca. 2 m unter dem Grundwasserspiegel liegt.

Insgesamt sind im Bereich des Biotops 4 Amphibientümpel geplant. Das Gelände wird dabei gegenüber dem Bestand soweit abgesenkt, dass eine Wassertiefe von max. 0,60 m und 2 m gegeben ist. Die Gesamtfläche der Tümpel beträgt ca. 1.400 m².

Im Bereich der Flachwasserzone werden mehrere Inseln geschüttet, welche rund 10 bis 30 cm über dem max. Grundwasserspiegel liegen. Als Schüttmaterial wird das Aushubmaterial verwendet.

Im gesamten Projektsgebiet sind keine großflächigen Bepflanzungsmaßnahmen geplant. Die Biotopfläche soll viel mehr einer natürlichen Sukzession bzw. einer teilweisen Wiederbewaldung überlassen werden. Lediglich der Einsatz von Beerengehölzen wie z.B. Schlehdorn, Sanddorn oder Liguster ist geplant.