Bodennahes Ozon

Bodennahes Ozon
Bodennahes Ozon ist ein Reizgas, das besonders bei Kindern und kranken Menschen zu Reizungen von Hals und Rachen, verstärktem Hustenreiz, Kopfschmerzen, Augenbrennen und Beeinträchtigungen der Lungenfunktion führen kann. Ozon entsteht aus Vorläufersubstanzen wie Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen – vornehmlich aus Kfz-Abgasen – unter Einwirkung von Sonnenlicht. Die höchsten Ozon-Konzentrationen werden während sommerlicher Schönwetterperioden in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden erreicht.
Zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor akuten hohen Ozonbelastungen werden im Ozongesetz (BGBl. Nr. 210/1992 idgF) Immissionswerte für die Informations- und Alarmschwelle festgelegt. Bei Überschreitung dieser Werte ist die Bevölkerung insbesondere im Weg des Österreichischen Rundfunks, des Privatfernsehens und des privaten Hörfunks sowohl über die Ozonbelastung als auch über die zu erwartende Ozonentwicklung zu informieren. Während beim Überschreiten der Informationsschwelle von 180 µg/m³ bei kurzfristiger Exposition ein Risiko für die menschliche Gesundheit nur für besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen besteht, bedeutet das Überschreiten der Alarmschwelle von 240 µg/m³ ein Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung.

Empfehlungen zu freiwilligen Verhaltensweisen lt. Ozon-Messkonzept-Verordnung (BGBl. II Nr. 99/2004)
bei Überschreitung der Informationsschwelle von 180 µg/m³:
Ozonkonzentrationen über der Informationsschwelle können bei einzelnen, besonders empfindlichen Personen und erhöhter körperlicher Belastung geringfügige Beeinträchtigungen hervorrufen. Der normale Aufenthalt im Freien, z. B. Spaziergang, Baden oder Picknick, ist auch für empfindliche Personen unbedenklich. Diese sollten sich besonders über den weiteren Verlauf der Ozonkonzentration im Aufenthaltsbereich informieren. Weitere individuelle Schutzmaßnahmen sind erst bei Überschreiten der Alarmschwelle erforderlich.
bei Überschreitung der Alarmschwelle von 240 µg/m³:
Ozonkonzentrationen über der Alarmschwelle können zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atemwegsbeschwerden führen. Ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, sind zu vermeiden. Gefährdete Personen – wie beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens, sowie Asthmakranke – sollen sich daher bevorzugt in Innenräumen aufhalten, in denen nicht geraucht wird. Für individuelle gesundheitsbezogene Auskünfte wird empfohlen, Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten.

Durch Einschränkung des individuellen Kfz-Verkehrs und Verzicht auf lösemittelhältige Farben, Klebstoffe und Sprays kann jede/r Einzelne zur Minderung der Ozon-Belastung beitragen.

Weiterführende Informationen: 
AKL-Abteilung 8 (Kompetenzzentrum Umwelt, Wasser und Naturschutz) – Luftgüteberichte Kärnten      
Umweltbundesamt – Ozoninformation Österreich      
Lebensministerium – Bodennahes Ozon