Umweltbedingungen sind ein wichtiger Faktor für die Gesundheit
Die Welt, in der wir leben, ist geprägt durch anthropogene Veränderungen der natürlichen Ressourcen der Erde und globale Veränderungen der Umwelt. Boden, Luft, Klima und Wasser werden zunehmend zu Problembereichen, die Zahl der physikalischen (Lärm, elektrische und magnetische Felder, Erschütterungen, Klimafaktoren etc.), chemischen (Schadstoffe im Innenraum, in der Umgebungsluft, im Wasser, in der Nahrung, in der Kleidung, etc.) und biologischen Noxen (Mikroorganismen) ist groß. So genannte Umweltsyndrome und Allergien durch immer mehr Stoffe des Alltags werden diagnostiziert und in der Bevölkerung hat sich ein erhöhtes Risikobewusstsein für Veränderungen in der Umwelt entwickelt.
Während einerseits Zusammenhänge zwischen Umweltwirkungen und Krankheitsentstehung kategorisch verneint und in den Bereich der Psychopathologie abgedrängt werden, werden andererseits schon geringste Dosen einzelner Chemikalien oder z. B. Felder von Mobilfunkanlagen für gravierende Anstiege von Gesundheitsstörungen (Infertilität, Nervenschäden, Krebs u. a.) verantwortlich gemacht. Zudem besetzen auch paramedizinische Strömungen – häufig mit fragwürdigen Hypothesen und Spekulationen – umweltrelevante Themenfelder und tragen nicht selten zu mehr Verwirrung als zur Aufklärung bei.
Tatsache ist, dass es immer noch ein viel zu geringes belegtes Wissen (validierte Studien) um die vielfältigen Einflüsse der Umwelt auf den Menschen gibt. Zudem wird kaum in einem anderen medizinischen Gebiet so stark von Interessengemeinschaften versucht, auf wissenschaftliche Studien Einfluss zu nehmen. Da es oft schwierig ist, Beschwerden oder ein Krankheitsbild eindeutig auf eine Umweltwirkung zurückzuführen, kommt es häufig zu kontroversen Diskussionen.
Vor diesem Hintergrund ist die objektive und verständlich aufbereitete Information und Beratung der Bevölkerung über tatsächliche oder auch nur vermeintliche Gesundheitsrisiken ausgehend von Umwelteinflüssen eine primäre Aufgabe der Umweltmedizin im öffentlichen Gesundheitsdienst.
Bei Fragen zu gesundheitlichen Auswirkungen von Umweltfaktoren wenden Sie sich bitte an:
Dr.in Elisabeth Oberleitner, MPH (Telefon: 050/536–15052, E-Mail: abt5.umweltmedizin@ktn.gv.at)
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