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Mutter unter Lawine begraben - Bericht Kleine Zeitung 14.3.2008
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Eine Tourenschigeherin (42) aus dem Lavanttal wurde gestern auf der Koralpe von einem Schneebrett erfasst. Ein Lawinenhund ortete die zweifache Mutter. Zu spät: Sie verstarb im LKH Klagenfurt.

Das schöne Wetter lockte gestern zahlreiche Schifahrer auf die Koralpe. Auch eine Tourenskigeherin (42) aus St. Stefan im Lavanttal war gestern dort unterwegs - doch die Tour endete tödlich. Am Vormittag löste sich nordöstlich der Radarstation auf der kärntnerischen Seite ein Schneebrett und begrub die zweifache Mutter unter sich.

Ohne Ausrüstung. Zwei Tourenschigeher sahen das Unglück und schlugen bei der Landeswarnzentrale in Klagenfurt Alarm. Doch die Hilfe kam zu spät. "Die Frau war allein und ohne Lawinenausrüstung unterwegs. Wir haben versucht, sie mit unserem Lawinensuchgerät zu finden, doch das war vergebens, da sie keinen Lawinenpiepser dabei hatte. Die Frau war schon mehr als eine Stunde in der Schneemasse gefangen, bevor die Einsatzkräfte sie retten konnten", sagt der Leiter der Alpine Einsatzpolizei, Helmuth Winkler.

Schwierige Bergung. Ein Lawinenhund konnte die Krankenschwester schließlich aufspüren, doch die Bergungsarbeiten erwiesen sich als schwierig, da der Schnee hart war. Der Körper der Frau lag einen Meter unter der Schneedecke und musste erst befreit werden. Die Bergrettung St. Andrä, die Schirettung, die Liftgesellschaft der Koralpe sowie Roland Seebacher und Helmuth Winkler von der Alpinpolizei waren vor Ort. "Die Bergungsarbeiten waren für den Rettungshubschrauber schwierig, da der Wind besonders stark war. Ich schätze, dass es Windspitzen von bis zu 70 bis 80 km/h gab", sagt Winkler.

Risikoreiches Gelände. Die Frau wurde in das LKH Klagenfurt geflogen, dort wurde kurz später ihr Tod festgestellt. "Bei der Unfallstelle handelt es sich um ein risikoreiches Gelände, da der Wind dort sehr stark ist und deshalb schon leichtere Schneerutschungen ausgelöst hat", sagt Winkler. Die Angehörigen der Verstorbenen wurden informiert und werden derzeit vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. " Die Frau war eine sehr erfahrene Tourenschigeherin", so Gerhard Esterle, Bezirksinspektor vom Polizeiposten St. Stefan.
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Für den Inhalt verantwortlich:  pfeil rechts Wilfried Ertl
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