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Jugendschutzoffensiven
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft führt in Kärnten jährlich breit angelegte Jugendschutzoffensiven durch. Ziel ist es, Erwachsene in ihrer Verantwortung und Vorbildrolle hinsichtlich des Umgangs mit Alkohol und Tabakwaren gegenüber Kindern und Jugendlichen zu stärken und zu unterstützen. Die Ergebnisse stellten eine wichtige Grundlage für weitere Maßnahmen im Jugendschutz dar.
Es folgen die Ergebnisse der Jugendschutzoffensiven von 2007:
Jänner 2007
Da seit 01. Jänner 2007 der Kauf von Zigaretten an den dafür vorgesehenen Automaten nur mehr nach einem Alterscheck der Bankomatkarte des Käufers möglich ist, wurde mit dieser Maßnahme ein entscheidender Schritt in die Richtung Jugendschutz – Prävention getan. Weil die Bankomatkarten der unter 16 jährigen ein Jugendschutzkennzeichen tragen, blockiert dieses den Zigarettenkauf am Automaten. Unter diesen geänderten Vorraussetzungen wurden von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Kärnten Ende Jänner Testkäufe im Raum Kärnten durchgeführt, um dieses neu entstandene Bewusstsein über Jugendschutz bzw. Prävention unter der Trafikantenschaft im Rahmen einer soziologischen Feldforschung zu erkunden. Dabei zeigte sich nachfolgendes überaus positives Ergebnis für Klagenfurt: von den 36 getesteten Trafiken, haben 30 keine Zigaretten an unsere Jugendlichen (4. Klasse Hauptschule) verkauft.
Anzahl der getesteten Trafiken: 36; davon 30 positiv (kein Alkohol verkauft) und 6 negativ (Alkohol versucht zu verkaufen)
Juli 2007
Im Rahmen der Kampagne: “Nachdenken statt Nachschenken“ (Initiatoren dieser Kampagne sind der Fonds Gesundes Österreich, der ORF, die Landesstelle Suchtprävention und die Kinder- und Jugendanwaltschaft Kärnten) wurden im Rahmen eines Mystery Shoppings in Kärnten 30 Geschäfte (Lebensmittelhandel) und 10 Tankstellen besucht. Die Testkäufe sind Teil eines umfangreichen Maßnahmenpaketes wie Herausgabe einer Zeitschrift für Wirte in Kärnten von der Wirtschaftskammer, „alternativen Partys“, Informationsvorträgen und Maßnahmen in Kärntner Gemeinden.
Bei den Testkäufen der Kinder- und Jugendanwaltschaft wurde nachfolgendes Resultat erzielt:
30 Geschäfte davon ok: 20 nicht ok: 10 10 Tankstellen davon ok: 6 nicht ok: 4
Für den November 2007 ist im Rahmen dieser Kampagne ein zweiter Mystery Shopping Durchgang geplant.
November 2007
Im Rahmen derselben Kampagne gab es im November einen zweiten Durchgang von Testkäufen in Kärnten. Dabei wurden 41 Geschäfte des Lebensmittelhandels und 19 Tankstellen getestet. Die Schülerinnen des BG/BRG St. Martin in Villach wurden dazu wie bei den vorangegangenen Testkäufen entsprechend eingeschult und führten mit Engagement in Begleitung einer Kija-Mitarbeiterin die letzten Testkäufe des Berichtsjahres durch.
Leider zeigten diese Tests ein äußerst negatives Ergebnis. Die Hälfte (20) der 41 getesteten Geschäfte ebenso wie die Hälfte (10) der 19 getesteten Tankstellen hätte Alkohol an die 15jährigen Jugendlichen verkauft. Ausweiskontrollen gab es bei den 60 Testkäufen nur 36 Mal. |
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