
Klares Nein zu Verzögerung des Koralmtunnelbaus
LH Dörfler und steirische Verkehrslandesrätin Edlinger-Ploder machten Lokalaugenschein des Koralmtunnels – Massive Kritik an BM Bures
22.07.2009
Massive Kritik an Infrastrukturministerin Doris Bures übten heute, Mittwoch, Landeshauptmann Gerhard Dörfler und die steirische Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder bei einer gemeinsamen Besichtigung des im Bau befindlichen Koralmtunnels in Mitterpichling.
Der ÖBB-Rahmenplan 2009-2014 für den Bau der Koralmbahn sieht eine Kürzung der Mittel von 594 Millionen Euro vor. Dies bedeutet eine Bauverzögerung von drei bis vier Jahren. "Das ist unakzeptabel", bekräftigten Dörfler und Edlinger-Ploder. Beide forderten die Vertragseinhaltung durch den Bund. Die geplante Kürzung der Mittel sei informell durch die Mitarbeiter des Infrastrukturministeriums bestätigt worden.
Vor wenigen Wochen hat die Kärntner Landesregierung eine Resolution verabschiedet, worin auf die vertragsmäßige Einhaltung des Tunnelbaus gepocht wird. "Das Geld vom Koralmbahnbau werde still und leise in diverse Konjunkturpakete in ganz Österreich verschoben. Das lasse man sich nicht gefallen", kritisierte Dörfler.
Dörfler und Edlinger-Ploder kündigten eine rechtliche Prüfung bezüglich einer Schadensersatzforderung an. "Es ist eine Schweinerei, wie Bures mit den Bundesländern umgeht", sagte Edlinger-Ploder wörtlich. So gehe man mit Vertragspartnern nicht um. Die Bauverzögerung bedeute einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden.
Das Land Kärnten und die Steiermark würden ihre Landesanteile für den Tunnelbau abliefern. Daher muss der Bund auch seine Vertragverpflichtungen einhalten, betonten beide Politiker. Edlinger-Ploder sagte, sie werde Landeshauptmann Franz Voves über diese drastische Kürzung des Rahmenplanes informieren.
Dörfler und Edlinger-Ploder zeigten sich bei ihrer Tunnelbereisung über den aktuellen Baufortschritt sehr erfreut. Derzeit sind 7,1 km im Tunnel vorangetrieben. Das gesamte Projekt kostet 5,2 Milliarden Euro, die Fertigstellung soll 2018 erfolgen.
Bei der Tunnelbereisung ebenfalls dabei war ÖBB-Gesamtbaukoordinator Klaus Schneider.
Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Karl Brunner/Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Bodner Zurück
