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Fukushima 2011_Tschernobyl 1986



Aktuelles und Vergangenes zu den Reaktorunfällen. Aktualisierung 30.7.2021

[35 Jahre Tschernobyl]

[BMK] - 35 Jahre Reaktorunfall in Tschernobyl - Strahlenschutz nach Tschernobyl


[10 Jahre Fukushima]

[BMK] - Strahlenschutz - 10 Jahre Kernkraftwerksunfall Fukushima

[BMK] - Strahlenschutz - Fukushima - Auswirkungen des Kernkraftwerksunfalls (Stand 2016)

[BMK] - Nuklearpolitik - Österreichs Anti-Atomkraft-Weg

[BMK] - Nuklearpolitik - 10 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima - Nukleare Sicherheit

[BMK] - Nuklearpolitik - Stresstests für Kernkraftwerke



[BASE] - Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung/DE: Homepage

[BASE] - Fachbericht: 10 Jahre nach Fukushima - Sicherheit weiterdenken

[BfS] Bundesamt für Strahlenschutz/DE: Chronologie des Unfalls von Fukushima

[JP] Fukushima Prefecture Radioactivity Map (Anm.: Unter "foreign language" English auswählen)

[BMU] - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit/DE: Atomkraft 10 Jahre nach Fukushima: Bilanz und Perspektiven



[Tschernobyl-1986 | Fukushima-2011]


[WUA] [BOKU] - Wiener Umweltanwaltschaft und Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien: Link zu Nukleare Katastrophen

anlässlich 30 Jahre Tschernobyl - Reaktorkatastrophe am 26. 4. 1986 und 5 Jahre Fukushima - Reaktorkatastrophe im März 2011

[Steger | Hefner | Maringer] - 30 Jahre nach Tschernobyl: Erfahrungen und Lehren in Österreich


[ZAMG] - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik: Ausbreitung der radioaktiven Wolke - Tschernobyl 1986 als Youtube-Video.

[ZAMG] - 30 Jahre Katastrophe von Tschernobyl; Link


[Fukushima Prefecture] - Regierungseite der Präfektur Fukushima jetzt auch in Deutsch | aktuelle Dosisleistungswerte unter >Ökologischer Wiederaufbau


[FAQ´s] - Fragen und Antworten zum KKW-Unfall in Japan - Textdownload als pdf

[idw] - Informationsdienst Wissenschaft: Studie Steinhauser

[IAEA] - International Atomic Energy Agency: Fukushima Nuclear Accident - Link

[Radiation Monitoring Information / Education Ministry] - Laufend aktualisierte Dosiswerte aus Japan: Link (Achtung Programmierfehler auf der Seite: Zuerst Sprache auswählen z.B. Deutsch, dann erscheint als wählbare Sprache Englisch, und somit alle Details!)

[WHO] - Homepage der Welt Gesundheitsorganisation WHO

[WHO] - Fukushima nuclear accident details by search "fukushima" - Link-Suchergebnisse

[BMEIA] - Außenministerium - Link

[BMSGPK] - Überwachung von Lebensmitteln aus Japan auf Radioaktivität

[BASG] - Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen: Überwachung von Arzneimitteln japanischen Ursprungs

[ÖVS] - Österreichischer Verband für Strahlenschutz: Stellungnahme zu Fukushima als pdf

[ZAMG] - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik; Bericht Fukushima, 1 Jahr danach



FAQ´s 2011: Auswirkungen auf Österreich; Schutzmaßnahmen in Österreich


Kann es Auswirkungen auf Österreich geben? Können radioaktive Stoffe aus Japan nach Österreich gelangen?

Grundsätzlich ist es denkbar, dass im Laufe der nächsten Wochen sehr geringe Mengen an radioaktiven Stoffen mit der Luftströmung auch nach Österreich gelangen können. Gesundheitliche Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung sind aber praktisch ausgeschlossen.

In Österreich werden seit langer Zeit schon ständig Messungen der Umweltradioaktivität durchgeführt. Mit den dabei eingesetzten sehr empfindlichen Messmethoden ist es möglich, selbst sehr geringe Mengen an radioaktiven Stoffen nachzuweisen. Die Bevölkerung wird in nächster Zeit laufend über die Ergebnisse dieser Messungen informiert.



Könnte eine Einnahme von Iod-Tabletten (Kalium- Iodid-Tabletten) in Österreich erforderlich werden?

Wichtig:

Aufgrund der großen Entfernung ist die Einnahme von Iod- Tabletten in Österreich aufgrund der aktuellen Ereignisse in Japan mit Sicherheit nicht erforderlich. Dies gilt auch für den Fall, dass es im Laufe der weiteren Entwicklung zu sehr hohen Freisetzungen von radioaktivem Iod kommt.


Allgemeine Information zu Iod-Tabletten:

Die Einnahme von Iod-Tabletten (Kalium-Iodid-Tabletten) schützt die Schilddrüse vor radioaktivem Iod. Sie kann bei Unfällen in Kernkraftwerken nahe der österreichischen Grenze bei sehr ungünstigen Verhältnissen (hohe Freisetzung, ungünstige Wetterbedingungen) erforderlich sein. Iod-Tabletten sind zum Schutz von Kindern, Jugendlichen,

Schwangeren und Stillenden vorgesehen. Personen über 40 Jahre sollen diese Tabletten nicht einnehmen, da bei ihnen das Risiko schwerer Nebenwirkungen (Schilddrüsenüberfunktion, Belastung des Herz-Kreislauf-Systems) besteht und ihr Schilddrüsenkrebsrisiko sehr gering ist.



Könnten irgendwelche sonstige Schutzmaßnahmen in Österreich erforderlich sein?

Auch für sonstige Schutzmaßnahmen (zB Aufenthalt in Gebäuden) gilt aufgrund der großen Entfernung, dass sie in Österreich sicher nicht erforderlich sein werden.

(Hinsichtlich Kontrolle von importierten Lebensmitteln, Futtermitteln und sonstigen Produkten: siehe spezielle Fragen).



Lebensmittel aus Japan

Sind Lebensmittel aus Japan radioaktiv kontaminiert?

Die aus Kernkraftwerken freigesetzten Radionuklide führen zu einer radioaktiven Kontamination von pflanzlichen Nahrungs- und Futtermitteln, die in den betroffenen Gebieten auf den Feldern wachsen. Insbesondere betrifft dies Gemüse und Obst sowie Gras, das dann zu einer Kontamination von Milch und Fleisch der weidenden Tiere führen kann.

Bei einer Kontamination des Meeres kann es zu einer Kontamination von Fischen kommen. Aufgrund der großen Verdünnung der radioaktiven Stoffe sind jedoch nur relativ geringe Kontaminationen zu erwarten.


Anmerkung 1:

Zur jetzigen Jahreszeit wachsen in den betroffenen Gebieten Japans praktisch keine Pflanzen. Dieser Belastungspfad hat daher zurzeit praktisch keine Bedeutung.


Anmerkung 2:

Alle Lebensmittel aus Japan, die sich zurzeit im Handel befinden (zB Fischkonserven, Reis, Tee), können bedenkenlos konsumiert werden, da sie mit Sicherheit nicht radioaktiv kontaminiert sind. Dies gilt auch für sonstige Produkte aus Japan (zB elektronische Geräte, Teekannen).


Werden Lebensmittel aus Japan auf Radioaktivität überwacht?

Aus Japan werden kaum Lebensmittel oder Futtermittel nach Europa importiert.

Basierend auf einer Empfehlung der Europäischen Kommission werden trotzdem ab sofort alle Lebensmittel mit Herkunft Japan auf Radioaktivität untersucht.

Eine entsprechende Kontrolle erfolgt auch in allen anderen EUStaaten, sodass auch über diesen Weg keine unzulässig kontaminierten Lebensmittel nach Österreich gelangen können.

Weitere Information für Kärnten: Maßnahmen der LM-Aufsicht bei Importen aus Japan



Rückkehrer ausJapan; Reisen nach Japan; Reisen in möglicherweise betroffene Regionen


Sind Strahlenmessungen an Rückkehrern aus Japan an Flughäfen erforderlich?

Beim derzeitigen Stand der Lage sind Kontaminationsmessungen an Personen, die aus Japan zurückkehren, nicht erforderlich.

Die Lage wird von den zuständigen Behörden laufend beobachtet und neu bewertet. Sollten aufgrund einer geänderten Lage Strahlenmessungen an Rückkehrern aus Japan erforderlich werden, wird die Behörde entsprechend reagieren.


Wohin können sich besorgte Rückkehrer aus Japan oder sonstigen betroffenen Regionen wenden?

Rückkehrer, die radioaktive Kontaminationen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchten, sollen sich ärztlichen Rat einholen. Der Arzt wird im Bedarfsfall die erforderlichen Untersuchungen oder sonstigen Maßnahmen anordnen.

Weitere Information der KABEG


Was ist bei Reisen nach Japan zu beachten?

Hinsichtlich Reisen nach Japan sollen die entsprechenden Hinweise (zB Reisewarnungen) des Außenamtes beachtet werden (Homepage: www.bmeia.gv.at).

In Japan selbst soll den dortigen Behördenanweisungen Folge geleistet werden. Im Bedarfsfall soll die Österreichische Vertretung in Japan kontaktiert werden.

Die Kontaktadressen der Österreichischen Vertretung sollten noch vor der Abreise besorgt werden.

Diese sind: E-Mail: tokio-ob@bmeia.gv.at

Tel.: +81-3-34518281


Sonderfall Iod-Tabletten:

Personen unter 40 Jahren sollten aus Österreich Iod-Tabletten mitnehmen. Die Einnahme der Tabletten sollte jedoch erst nach Aufforderung der japanischen Behörden erfolgen. Im Zweifelsfall sollte bezüglich einer Einnahme mit der österreichischen Botschaft in Japan Kontakt aufgenommen werden. (Zu den Iod-Tabletten siehe auch obige Antworten)


Was ist bei Reisen in benachbarte Regionen zu beachten?

Zurzeit sind keine Regionen außerhalb Japans radioaktiv kontaminiert. Für Reisen dorthin sind also derzeit keine besonderen Dinge zu beachten.


Aktuelle Informationen sind über das Außenamt zu erhalten (Homepage-Adresse siehe oben - BMEIA). Sollten in Zukunft auch benachbarte Regionen betroffen sein, sind grundsätzlich die jetzt für Japanreisen gegebenen Empfehlungen zu berücksichtigen.


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