Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg

Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg

Am 14. Juli 1927 brachten die "deutschen" Parteien im Kärntner Landtag einen Gesetzesentwurf über die Gewährung einer Kulturautonomie für die Kärntner Slowenen ein, der auf dem Gedanken der kulturellen Selbstverwaltung von Volksgruppen basierte und im besonderen den Schulbereich umfasste. Die darüber im zuständigen Landtagsausschuss geführten Verhandlungen scheiterten im Jahre 1930.


Nach dem Verbot der NSDAP durch die österreichische Regierung im Juni 1933 wurden auch den beiden Kärntner Landtagsabgeordneten dieser Partei ihre Mandate aberkannt. Im November 1933 begann der Aufbau einer Kärntner Landesorganisation der Vaterländischen Front, die von der Regierung Engelbert Dollfuß' als neue politische Plattform geschaffen wurde. 1934 erloschen die Landtagsmandate der behördlich aufgelösten Sozialdemokratischen Partei, woraufhin im Kärntner Landtag nur noch 19 von insgesamt 36 Abgeordneten saßen. Während des NS-Putschversuches in Wien und der Ermordung von Bundeskanzler Dollfuß kam es im Juli 1934 auch in Kärnten zu bewaffneten Aktionen der Nationalsozialisten, die aber niedergeschlagen wurden.

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Nach einer kurzen Übergangsphase mit Ludwig Hülgerth, dem Landesbefehlshaber aus der Abwehrkämpferzeit, fungierte Arnold Sucher bis 1938 als Landeshauptmann. 1934 waren nur 43,5 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner berufstätig, zusammen mit dem Burgenland bildete Kärnten das ökonomische Schlusslicht unter den Bundesländern.

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Während des Zweiten Weltkrieges wurden Osttirol, das Mießtal und Nordslowenien dem Gau Kärnten angegliedert. Im April 1942 begann die Aussiedlung von Kärntner Slowenen durch die NS-Machthaber, erste Feuergefechte zwischen Partisanen und deutschen Truppen auf Kärntner Boden finden im August 1942 statt. Anfang 1944 setzen die schweren Bombenangriffe alliierter Flieger auf Kärnten ein.


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