Veranstaltungen 2019

Frühjahrsempfang der Kärntner Bildungsdirektion

19.03.2019

Mit dem heute, Dienstag, stattgefundenen Frühjahrsempfang im Spiegelsaal der Landesregierung wurde die neue Bildungsdirektion offiziell im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser aus der Taufe gehoben. Seit 1. Jänner 2019 gibt es nach einer Bildungsreform diese neue Behörde, die nach der vollzogenen Umstrukturierung in Kärnten 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wird. "Es war ein vier Jahre lang dauernder Prozess, ich danke allen, die sich eingebracht haben und ich danke vor allem für die Geduld. Wir haben eine neue Struktur, neue Abläufe und heute wollen wir ein Signal setzen, um zu zeigen, dass wir als Bildungsdirektion bereit sind, die neuen Herausforderungen anzugehen", erklärte Bildungsdirektor Robert Klinglmair in seinem Statement. Die Bildungsreform sei laut Klinglmair die größte Reform der letzten Jahrzehnte und nun sei die Chance wahrzunehmen, die beste Bildung Kindern aller sozialen Schichten zu Gute kommen zu lassen.


Landeshauptmann Peter Kaiser erinnerte in seiner Rede auch daran, dass kürzlich in einer 150-Jahr-Feier der Landesschulrat als Behörde zu Grabe getragen worden ist. "Ich war seit dem Startschuss für die neue Bildungsdirektion im September 2014 dabei und habe nicht immer geglaubt, dass es gelingen wird, viele unterschiedliche Interessen zu vereinen. Es ist gelungen und wir erleben heute eine neue Behörde, quasi die gemeinsam Geburt der Bildungsdirektion", so Kaiser. Es sei dies der Start in einem Bereich, der der verantwortungsvollste in einem Land, einem Staat sei, da er sich mit der Bildung der Kinder und Jugendlichen beschäftigt und damit mit der Zukunft. "Die Verantwortung der Gesellschaft liegt in den Händen der neuen Bildungsdirektion, ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wurden neue Rahmenbedingungen geschaffen, es gibt neue Strukturen und es gab personelle Veränderungen. Damit sind nun Synergien frei, finanziell und personell, um die Qualität, wo es am wichtigsten ist, zu steigern, nämlich in den Klassenzimmern", betonte Kaiser. Richtung Bund stellte Kaiser klar, dass das Bildungsministerium in Kärnten einen Partner finde, die wechselseitige Kritik weiterhin wesentlich sei , um auch in Zukunft die Qualität in der Bildung zu forcieren.


In Vertretung von Bundesminister Heinz Faßmann nahm der Generalsekretär des Bildungsministeriums, Martin Netzer, am Frühjahrsempfang teil. Netzer bedankte sich in seiner Rede bei allen, die dazu beigetragen haben, die neue Behörde zu installieren und mit dieser Feierlichkeit nach außen sichtbar zu machen. "Ohne Unterstützung des Landes wäre die neue Bildungsdirektion nicht umsetzbar gewesen. Ich weiß, hat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Zeit und auch Nerven gekostet und dafür danke ich. Das Land hatte es nicht immer leicht mit dem Bund, aber Bildungsdirektor Klinglmair hat Flagge gezeigt, denn wir gehen bei der Reform tief in die Struktur, aber auch in die Kultur, um in Zukunft als eine behördliche Einheit gesehen zu werden", so Netzer. Ziel sei es jedenfalls die Qualität in Strukturen und Prozessen in der Bildung zu verbessern und eine höhere Bedarfsgerechtigkeit in den Schulen sicher zu stellen. Netzer sprach mit den Themen Digitalisierung, die Reform der Neuen Mittelschule und der AHS mit einer Leistungsabstufung und dem Ethikunterricht ab 2020 auch die Herausforderungen für die Zukunft an.


Zentralpersonalvertretungs-Obmann Gernot Nischelwitzer stellte klar, dass die Personalvertretung Reformen gegenüber offen sei und hob die Wichtigkeit der rechtzeitigen und durchgängigen Kommunikation im Zuge von Reformprozessen hervor.


Musikalisch umrahmt wurde der gemeinsame Frühjahrsempfang von Bildungsdirektion und Land von den Schülern Merna Abdalla (Gesang) und Marko Wrulich (Klavier). Bildungsdirektor Klinglmair konnte zudem Landtagsabgeordneten Stefan Sandrieser, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Präsidialleiter Peter Wieser und den Pädagogischen Leiter Klaus-Peter Haberl begrüßen. Kurt Gasser, Vizepräsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft hielt einen Kurzvortrag zum Thema "Das Potenzial der Gruppe - Veränderung als Chance".


Die Bildungsreform des Bundes sah die Errichtung von Bildungsdirektionen in jedem Bundesland vor als gemeinsame neue Behörde des Bundes und des jeweiligen Bundeslandes. Die Aufgaben der Bildungsdirektion sind die Vollziehung des Schulrechtes, die Qualitätssteigerung in der Bildung, die Schulaufsicht und das Bildungscontrolling, der Vollzug des Dienstrechtes sowie des Personalvertretungsrechtes der Lehrer an öffentlichen Schulen.


Rückfragehinweis: Protokoll Land Kärnten

Redaktion: Gerlind Robitsch

Fotohinweis: Protokoll Land Kärnten/Helge Bauer