EU Förderungen für Kärnten

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EU FÖRDERUNGEN für Kärnten

Es ist eindeutig: Kärnten profitiert von der EU. Seit dem EU-Beitritt flossen 2,8 Milliarden Euro über Projekte ins Land.


Die EU-Förderungen gleichen das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten aus und forcieren Beschäftigung, Wirtschaftswachstum und Innovationen in Europa.


Die EU-Förderungen fließen für die Themenbereiche: Ländlicher Raum, Umwelt, Soziales, Aus- und Weiterbildung sowie Wirtschaft, Forschung- und Entwicklung. Sie stärken den Wirtschaftsstandort, sichern den ländlichen Raum, bekämpfen die Armut und forcieren die Aus- und Weiterbildung.


Eine Förderperiode dauert 6 Jahre, aktuell 2014 bis 2020: 803 Millionen Euro stehen Kärnten aus der EU-Regionalpolitik und der Gemeinsamen Agrarpolitik zur Verfügung in diesem Zeitraum zur Verfügung. Bei dieser Summe handelt es sich um reine EU-Mittel. Denn es gibt Projekte, da stocken Österreich und Kärnten die EU-Mittel zusätzlich noch auf. Die Aufteilung einer Förderung für ein Projekt ist dann 50 % EU, 30 % Bundesmittel, 20 % Landesmittel.


WOHER BEKOMMT DIE EU IHR GELD:


Rund 157,9 Milliarden Euro macht das EU-Budget eines Jahres (z.Bsp. 2017) aus. Die EU legt sich immer auf sieben Jahre fest und entwickelt einen mehrjährigen Finanzrahmen, für jedes Jahr gibt es klare Ausgabenobergrenzen.


Die EU hat drei Einnahmequellen:

  • Zölle auf Produkte, die in die EU eingeführt werden, auch auf landwirtschaftliche Erzeugnisse.
  • Die EU erhält einen bestimmten Prozentsatz der Mehrwertsteuer, die die Mitgliedsstaaten einheben.
  • Die dritte Einnahmequelle der EU, die größte, sind die Mitgliedsbeiträge der Staaten. So kommen die rund 157 Milliarden Euro zustande.

Rund 81,2 % dieser 157,9 Milliarden Euro fließen über die Förderprogramme zurück in die Mitgliedsstaaten.


EU-Förderungen beantragen können Kleinunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft, junge Menschen für ihre Aus- und Weiterbildung, Forschungsprojekte und –Einrichtungen, Landwirte und landwirtschaftliche Betriebe.


DAS FÖRDERGERÜST DER EU


Um die wirtschaftlich unterschiedlich entwickelten Regionen einander anzugleichen, gibt es die sogenannten Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) mit einer klaren Wachstumsstrategie für die Mitgliedsstaaten.


In der Kohäsionspolitik ist festgelegt, wofür die EU-Mittel fließen. Dafür gibt es drei Hauptfonds:

  • den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, für regionale Entwicklungsprojekte, für die Ankurbelung der Wirtschaft),
  • den Kohäsionsfonds (KF, für Verkehrsinfrastruktur und für Umweltprojekte)
  • den Europäischen Sozialfonds (ESF, für Aus- und Weiterbildung auf allen Ebenen, zur Bekämpfung der Armut).

Neben der Kohäsionspolitik gibt es den großen Bereich der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) legt fest, was gefördert wird, das Fördergeld fließt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Mittel werden verwendet für die Aufrechterhaltung der Wirtschaftstätigkeit im ländlichen Raum, für die Erhaltung der Vielfalt und Nachhaltigkeit der Landschaften, der Qualitätserzeugnisse und Lebensmittel. Es werden aber auch soziale Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Kinder- sowie Altenbetreuung im ländlichen Raum unterstützt.


Der dritte große Bereich, der festlegt, wofür die EU ihre Förderungen vergibt, ist die Meeres- und Fischereipolitik. Das Geld für Projekte liegt im Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF, für eine nachhaltige Fischerei, gegen die Überfischung und Ausbeutung der Bestände. Die Fischwirtschaft der EU ist die viertgrößte der Welt.


Zusätzlich zu all den Fonds gibt es Aktionsprogramme der EU, wie beispielsweise ERASMUS+, ein Projekt für Bildung, Jugend und Sport oder das Kulturprogramm Creative Europe, das Forschungsprogramm Horizon 2020, die KMU-Unterstützung COSME oder das Umweltprogramm LIFE.


WIEVIEL GELD STEHT KÄRNTEN ZUR VERFÜGUNG:


Aktuelle Förderperiode 2014-2020:

  • 803 Mio. Euro stehen Kärnten als reine EU-Mittel zur Verfügung
  • Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE):
  • 56,8 Mio. Euro für Investitionen in Wachstum und Beschäftigung, zur Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation und KMU sowie für eine CO2-arme Wirtschaft durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz.
  • 23,8 Mio. Euro für grenzüberschreitende Interreg-Projekte mit Italien und Slowenien


Europäischer Sozialfonds (ESF):

  • 8,7 Mio. Euro zur Armutsbekämpfung
  • 1,7 Mio. Euro zur Förderung von Bildungsmaßnahmen im Bereich der Basisbildung sowie zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses.


Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):

  • 362 Mio. Euro z.B. für Biolandwirtschaft, Bergbauern, Betriebsinvestitionen (z.B. Stallbau), ländliche Infrastruktur (z.B. Almstraßen) oder den Breitbandausbau.
  • 10,74 Mio. Euro für soziale Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Kinder- und Altenbetreuung abgestellt.
  • 19,68 Mio. Euro für LEADER-Projekte, also für Projektideen, die von der lokalen Bevölkerung kommen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten und zu verbessern.

Zusätzlich stehen Direktzahlungen und Marktordnungsmaßnahmen für die Landwirtschaft in Höhe von rund 350 Mio. Euro zur Verfügung.


WIEVIEL GELD MUSS KÄRNTEN AN DIE EU ZAHLEN:


Gesamt: 2014-2018: 185,5 Mio. Euro

  • 2014 – 42,6 Mio. Euro
  • 2015 – 39,3 Mio. Euro
  • 2016 – 40,4 Mio. Euro
  • 2017 – 26,9 Mio. Euro
  • 2018 – 36,3 Mio. Euro

EU-Förderungen für Kärnten/ Monitoring Listen:

Monitoring Liste 2007-2013

Mointoring Liste 2014-2020