Bauen und Wohnen / Wohnen, Beratung und finanzielle Hilfe

Wohnbeihilfe (BW-L58)

Leistungsbeschreibung

Wohnbeihilfe - Antrag BW 17

 

Die Wohnbeihilfe (Antrag BW 17) kann vom Mieter einer Wohnung beantragt werden, wenn er durch den Wohnungsaufwand einer Mietwohnung unzumutbar belastet wird.

Voraussetzungen sind, dass:

  • der Antragsteller Volljährig ist;
  • ein schriftlicher Hauptmietvertrag (Untermietvertrag nicht möglich) vorliegt;
  • der Antragsteller die Wohnung zur Befriedigung seines dringenden, ganzjährig gegebenen Wohnbedürfnisses regelmäßig bewohnt;
  • der Antragsteller österreichischer Staatsbürger oder diesem iSd § 5 Z 16 des K-WBFG 2017 gleichgestellt ist;
  • der Antragsteller durch den Wohnungsaufwand unzumutbar belastet wird;
  • das Mietverhältnis nicht mit einer nahestehenden Person iSd § 5 Z 14 des KWBFG 2017 abgeschlossen wurde;
  • der Mietvertrag nicht mit dem Dienstgeber abgeschlossen wurde, es sei denn, der Mieter hat einen ortsüblichen Mietzins zu leisten;
  • der Antragsteller sonstige Zuschüsse auf Minderung des Wohnungsaufwandes beantragt hat, auf die er einen Rechtsanspruch besitzt, ausgenommen nach dem Kärntner Mindestsicherungsgesetz K-MSG, LGBl. Nr. 15/2007 idF LGBl. Nr. 16/2012.

Antrag besondere Wohnbeihilfe - Antrag BW 16

 

Beziehern von Wohnbeihilfe im Alter zwischen 18 und 25 Jahren ist ein Zuschlag zur Wohnbeihilfe zu gewähren, wenn sie erstmals nach Inkrafttreten der Verordnung eine eigene Wohnung beziehen.


Der Zuschlag zur Wohnbeihilfe wird in der Höhe von 50 Euro monatlich für maximal zwei aufeinanderfolgende Jahre gewährt, wenn ein Wohnbeihilfenbezieher iSd Abs. 1 die erste eigene Wohnung mietet und bezieht. Bei einem Wohnungswechsel innerhalb dieser zwei Jahre, wird der Zuschlag nicht erneut gewährt. Der Zuschlag ist ein Fixbetrag, die Anzahl etwaiger mitwohnender Personen wird nicht berücksichtigt.
Der Zuschlag wird nur dann gewährt, wenn der Antrag auf Wohnbeihilfe bis maximal drei Monate nach Bezug der Wohnung gestellt wird. Als Nachweis hierfür ist eine Meldeauskunft mit allen bisherigen Haupt- und Nebenwohnsitzen aus dem Zentralen Melderegister vorzulegen.


Als erste eigene Wohnung gilt jene Wohnung, die vom Wohnbeihilfenbezieher gemäß Abs. 1 nach dem Auszug aus der Wohnung eines Verwandten in gerader Linie oder der Adoptiveltern bzw. nach Auszug von einem Pflegeplatz in voller Erziehung iSd § 45 Abs. 1 Kärntner Kinder- und Jugendhilfegesetz - K-KJHG, LGBl. Nr. 83/2013 idF LGBl. Nr. 6/2017 gemietet wird und in der der Antragsteller nicht schon zuvor mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet war.

 

Nicht als eigene Wohnung gilt die Anmietung eines Zimmers in einem Schüler- oder Studentenheim.
Bei Vorliegen allfällig vorangehender anderer Wohnsitze, ist der Abschluss des ersten eigenen Mietvertrages vom Wohnbeihilfenbezieher glaubhaft zu machen.

Benötigte Unterlagen

 

Erstantrag:

 

  1. Kopie des Mietvertrages (nur Hauptmieter kann Antrag auf Wohnbeihilfe stellen)
  2. Kopie der aktuellen Mietvorschreibung (bei Genossenschaftswohnungen bzw. gemeinnützigen Bauträgern)
  3. Kopie der Geburtsurkunden aller haushaltszugehörigen Personen
  4. Kopie von Heiratsurkunde, Scheidungsvergleich (Ehegattenunterhalt bzw. Kinderunterhalt)
  5. Kopie der aktuellen  Schulbesuchsbestätigung(en) (bei Kindern ab dem 15. Lebensjahr)
  6. Kopie des Gerichtsbeschlusses bzw. der Urkunde über Sachwalterschaft
  7. Kopie des Nachweises über den Bezug der Familienbeihilfe
  8. Kopie des Nachweises über den Grad der Behinderung (ab Behinderungsgrad von 50 %)
  9. Bei Lehrlingen: Kopie des Lehrvertrags
  10. Bei Studenten: Kopie der Inskriptionsbestätigung(en), Kopie der Studienbeihilfe-Bescheide des gesamten Prüfungsjahres
  11. Kopie der Nachweise über Zuschüsse zur Minderung des Wohnungsaufwandes, z.B.: Bescheid des Heerespersonalamtes über Gewährung einer Wohnkostenbeihilfe
  12. Besteht ein Mietrückstand, ist durch Bestätigung des Vermieters nachzuweisen, dass dieser nicht mehr als 3 Monatsmieten beträgt
  13. Kopie aller Einkommensnachweise des Prüfungsjahres (vollständig von Jänner bis Dezember) - aller im Haushalt lebender Personen:
  • bei zur Einkommensteuer veranlagten Personen: der Einkommensteuerbescheid des Prüfungsjahres
  • bei Grenzgängern: der Einkommensteuerbescheid des Prüfungsjahres samt Jahreslohnbescheinigung
  • bei pauschalierten Landwirten: den aktuellen Einheitswertbescheid
  • bei allen anderen Fällen: Jahreslohnzettel des/der Arbeitgebers/in, Jahreslohnzettel der Pensionsversicherungsanstalt; Bezugsbestätigung des AMS, Bezugsbestätigung der GKK (Krankengeld, Rehabilitationsgeld, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld), Bescheid der Studienbeihilfe bzw. des Stipendiums, Pflegekindergeld, Nachweis über erhaltene oder zu leistende Unterhaltszahlungen (Bestätigung des Jugendamtes oder Kontoauszüge des Prüfjungsahres), Nachweis über sonstige Einkünfte, wie z.B. geringfügige Beschäftigungen, Honorarnoten, Werksverträge, Dienstleistungschecks, freie Dienstverträge, Unfallrenten, Bescheide der Sozialen Mindestsicherung, ausländische Renten, sonstige ausländische Einkünfte etc.  

Weitergewährung:

  • Kopie der aktuellen Mietvorschreibung (bei Genossenschaftswohnungen bzw. gemeinnützigen Bauträgern)
  • Kopie der Nachweise Pkt. 6 - 12 (siehe Unterlagen "Erstantrag")
  • Alle Einkommensnachweise des Prüfungsjahres, Punkt 13 (siehe Unterlagen "Erstantrag")
  • Alle erforderlichen Nachweise, die dem Erstantrag noch nicht beigelegt wurden

Für Bürger aus Nicht-EU-Ländern zusätzlich:

  • Kopie der Daueraufenthaltskarte bzw. Bescheid des Bundesministeriums über die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nach Genfer Konvention alles im Haushalt lebenden Personen.
  • Kopie der Bestätigung über den Bezug der Grundversorgung aller im gemeinsamen Haushalt lebender Personen.

Für Bürger aus anderen EU-Ländern als Österreich zusätzlich:

  • Anmeldebescheinigung für EWR-Bürger und Schweizer aller im gemeinsamen Haushalt lebender Personen (sofern ein Wohnsitz in Österreich erst nach dem 1.1.2006 begründet wurde)
Amtsstunden

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Sonstige Bestimmungen

Der Förderungsgeber ist gemäß § 8 Abs. 3 Z 4 und 5 Datenschutzgesetz 2000 - DSG 2000, BGBl. I Nr. 165/1999, zuletzt geändert durch die Kundmachung BGBl. I Nr. 132/2015, ermächtigt, alle im Förderungsantrag enthaltenen sowie die bei der Abwicklung und Kontrolle der Förderung sowie bei allfälligen Rückforderungen anfallenden, die Förderungswerber und -nehmer betreffenden personenbezogenen Daten für Zwecke der Abwicklung des Förderungsvertrages, für Kontrollzwecke und für allfällige Rückforderungen automationsunterstützt zu verarbeiten.

 

Der Förderungsgeber ist gemäß § 8 Abs. 3 Z 4 DSG 2000 befugt, im Rahmen der Förderungsabwicklung die ermittelten Daten an die Transparenzdatenbank im Sinne des Transparenzdatenbankgesetzes 2012 - TDBG 2012, BGBl. I Nr. 99, idgF, zu übermitteln und Daten, wenn sie zur Gewährung, Einstellung oder Rückforderung der Förderung erforderlich sind, aus der Transparenzdatenbank abzufragen.

zuständige Verwaltungsbehörden
Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 4 - Soziales
 
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9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel: 050 536-14538
Fax: 050 536-14900