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Finanzplan der Med-Uni wird genau geprüft

02.01.2013
LR Ragger: Wollen aus Erfahrungen des Salzburger Modells lernen
„Die Etablierung einer privaten Medizin-Universität in Klagenfurt ist eine Riesenchance für Kärnten. Selbstverständlich müssen aber der Kostenplan und dessen Umsetzbarkeit genau geprüft werden. Bei ihrer Forderung nach Plausibilität und Transparenz gehe ich mit den Aussagen der Salzburger Ex-Landesrätin und Expertin Maria Haidinger in der Kleinen Zeitung vollkommen konform“, erklärte heute, Mittwoch, Bildungsreferent LR Christian Ragger.

In diesem Zusammenhang wies Ragger darauf hin, dass bereits das Gutachten eines Wirtschaftstreuhänders über die bisherige Planung der Medizin-Uni durch die Siegmund Freud-Universität (SFU) vorliege. „Darin wird die Nachvollziehbarkeit der von der SFU präsentierten Zahlen bestätigt“, so der Bildungsreferent. In den nächsten Monaten werde laut Ragger die seriöse Planung des Projektes u.a. in einer Arbeitsgruppe der SFU und der Kabeg fortgesetzt. „Ich lege großen Wert darauf, dass die Tätigkeit der habilitierten Kabeg-Ärzte in der Privat-Uni von ihrer Arbeit im Spital genau getrennt wird“, betonte Ragger. Das Beispiel der Salzburger Medizin-Universität zeige, dass dies vernünftig zu organisieren sei und dass letztlich alle Beteiligten Nutzen daraus ziehen könnten.

Wenn Kärntner Spitäler die Möglichkeit der Lehre und Forschung anbieten, würden sie es in Zukunft leichter haben, Spitzenkräfte zu finden. LR Ragger geht davon aus, dass mit der Universität das Thema der Ärzte-Ausbildung in den Fokus gelange. „Die heimischen Spitäler werden sich um ihren Nachwuchs besser und intensiver als bisher kümmern müssen“, meinte Ragger. Das Klinikum Klagenfurt sollte in jedem Fall, auch bei einer Kooperation mit der Grazer Med-Uni, vermehrt Medizinstudenten qualifizieren, damit das Thema der Turnus-Ausbildung, die dringend zu verbessern sei, nicht damit verquickt werde.

„Eine eigene vollwertige Medizin-Universität bringt dem Wirtschafts- und Bildungsstandort Kärnten eine Aufwertung, die über viele Jahre positiv wirken kann“, betonte der Bildungsreferent. Sie sei ein Projekt, das die Zukunftsfähigkeit des Landes sicherstellen könne.

Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Jost/Sternig