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Land Kärnten setzt sich für leistbares Wohnen ein

08.01.2013
LR Ragger: Wohnbeihilfe erhöht – Bedarfsorientierten Wohnbau mit zweckgebundenen Mitteln für vermehrte Objektförderung forcieren
Im Zuge des Neujahrstreffens der Gewerkschaft Bau Holz zu welchem der Vorsitzende der Gewerkschaft, NRAbg. Josef Muchitsch, heute, Dienstag, nach Cap Wörth eingeladen hatte, fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „leistbares Wohnen in Kärnten“ statt, an welcher Wohnbaureferent LR Christian Ragger neben LHStv. Peter Kaiser, LAbg. Herwig Seiser und Landesinnungsmeister KR Stefan Hasse teilnahm.

Ragger gab einen anschaulichen und sachlich fundierten Überblick über die Leistungen im Wohnbau Kärntens der letzten vier Jahre. „Der Kampf gegen Energiearmut und für leistbares Wohnen ist ein Schwerpunkt der Landespolitik. Daher wurden mit Beginn dieses Jahres die Mietbeihilfen erhöht. Über 10.000 Kärntner Haushalte bekommen im Jahr 2013 360 Euro mehr Mietbeihilfe. Auch die Heizkostenzuschüsse wurden angehoben“, betonte Ragger.

In Kärnten sei die Wohnbauförderung ein wichtiges Instrument, um den sozialen Ausgleich zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde das Budget in den letzten Jahren dafür ausgeweitet. "Das Land Kärnten wendete 2012 dafür knapp 150 Millionen Euro auf", teilte Ragger mit. Durch eine Gesetzesänderung wurde auch erreicht, dass mehr Kärntner eine Förderung für ihr Haus oder ihre Wohnung bekommen. Denn die Einkommensgrenzen zur Erlangung einer Wohnbauförderung wurden angehoben. Die Novellierung brachte auch eine höhere Förderung (10.000 Euro) für Jungfamilien, wenn sie ein Eigenheim errichten oder sich eine Eigentumswohnung anschaffen. Als Jungfamilien gelten Ehepaare, die beide unter 35 Jahre sind bzw. Alleinerzieher mit Kindern.

Verbesserungen gab es auch für junge Leute. Die Wohnbeihilfe für 18- bis 25-Jährige, die ihre erste eigene Wohnung beziehen, wurde um einen Startzuschuss angehoben. Auch unterhaltsberechtigte Kinder (z.B. Lehrlinge, Studenten), die nicht im Haushalt der Eltern wohnen, erhalten zukünftig eine pauschalierte Beihilfe. Kärnten nimmt auch eine Vorreiterfunktion bei der Vergabe von geförderten Wohnungen ein. "Ausländer, welche eine geförderte Wohnung mieten oder erwerben wollen, müssen in Kärnten Deutschkenntnisse nachweisen. Das gilt sowohl für noch neu Zuwandernde als auch für die bereits Eingewanderten. Das Beherrschen und Erlernen unserer Sprache ist eine unerlässliche Grundvoraussetzung für eine geregelte Migrationspolitik", sagte Ragger.

Bezüglich des ansteigenden Wohnaufwandes bemerkte Ragger, dass es sich hier vor allem um ein Ansteigen der Betriebskosten handelt, da die Mietpreise welche de facto nach dem Burgenland die zweitniedrigsten im Bundesgebiet sind. Insbesondere hob er seine Anliegen für die Zukunft des Wohnbaus hervor, welche er in drei Punkten zusammenfassen konnte: „Eine vermehrte Umstellung auf Darlehen, die Einführung eines Betriebskostenbegrenzungsgesetzes und Einführung eines speziellen Energietarifs nach Vorbild der STEWEAG stehen hier im Vordergrund.“ Das Schlagwort für die Zukunft laute: „bedarfsorientierter Wohnbau“ mit zweckgebundenen Mitteln für vermehrte Objektförderung. „Wohnbaupolitik befriedigt ein Grundbedürfnis der Bevölkerung nach Geborgenheit und darf nicht dazu missbraucht werden, parteipolitische Scharmützel auszutragen“, so Ragger.

Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Kohlweiß/Brunner