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Land Kärnten erweitert sein Behelfsbrückensystem

10.01.2013
LH Dörfler: Neu angeschafftes System Compact 200 hat sich bewährt und wird daher erweitert – Bestehendes D-Brückengerät wurde modernisiert
Das moderne Behelfsbrückensystem Compact 200 des Landes Kärnten hat sich bei Brückensanierungen oder Katastrophenschäden bereits bestens bewährt. Angekauft wurde es im Jahr 2009 durch die Abteilung 9 Straßen und Brücken. Jetzt wird es erweitert, womit insgesamt über 100 Laufmeter dieses Systems zur Verfügung stehen werden. Für die Erweiterung werden rund 120.000 Euro investiert, wie heute, Donnerstag, Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler mitteilte.

Man brauche ein vielseitiges, hoch beanspruchbares Modulbrückensystem für den permanenten oder auch temporären Einsatz, erklärte der Landeshauptmann. Beim System Compact 200 handle es sich um eine Stahlmodulkonstruktion, wie sie beispielsweise am Predilpass in Slowenien im Einsatz stehe. Die Wartung solcher im Baukastensystem errichteten Brücken sei einfach, diese Brücken seien leicht auf die Baustelle transportierbar und auch relativ schnell zu montieren. „Das Land Kärnten verfügt durch die Neuanschaffung über Behelfsbrückensysteme von über 400 Laufmeter Länge, davon 100 Laufmeter mit einer Tragfähigkeit von 60 Tonnen. Damit sind wir bestens für Notsituationen gerüstet. Das neue System entspricht dem aktuellen Stand der Technik“, so Dörfler.

Behelfsbrückensysteme erfüllen eine sehr wichtige Aufgabe als kurzfristig erforderliche Ersatzbrücken im Zuge von Brücken- bzw. Straßenbaumaßnahmen sowie generell bei Katastropheneinsätzen. Neben dem neu angeschafften System Compact 200 verfügt das Land über zwei weitere Systeme: das Bailey-Gerät und das D-Brückengerät. Das Bailey-Gerät weist altersbedingt nur mehr eine reduzierte Tragfähigkeit auf, verursacht beim Befahren wegen des Holzbohlenbelages relativ viel Lärm und kann daher nur noch für untergeordnete Zwecke verwendet werden. In den nächsten Jahren wird es auch sukzessive ausgeschieden. Für das D-Brückengerät der Firma Thyssen-Krupp aus den 1960er-Jahren wurden neue Fahrbahnplatten angeschafft, da die alten Elemente weder von der Bauweise noch von der Tragfähigkeit dem heutigen Bedarf auf Landesstraßen entsprachen. Somit ist auch dieses System wieder voll einsatzfähig.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Zenkl/Böhm