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LR Ragger: Kindesmisshandler intervenierten an allen Stellen

14.01.2013
Kein Mitarbeiter der Landesregierung in Causa verwickelt
„Das Urteil gegen ein Villacher Ehepaar wegen Kindesmisshandlung von heute, Montag, ist das traurige Ende eines jahrelangen Verfahrens bei Behörden und vor Gericht. Das Jugendamt hat die Kinder dem Ehepaar vor zwei Jahren abgenommen, aber im Zuge des darauf folgenden gerichtlichen Verfahrens kamen sie wieder zurück“, teilte der Kärntner Referent für Jugendwohlfahrt, Landesrat Christian Ragger, mit.

Er wies weiters darauf hin, dass das Ehepaar bei allen möglichen Stellen, u.a. auch bei Medien, interveniert habe, damit es die Kinder zurückbekommt. „Für das Jugendamt sind solche Fälle immer eine Gratwanderung, solange für einen Verdacht auf Misshandlung nicht endgültige Beweise vorliegen“, so Ragger. Dem Jugendamt Villach war die Aggressivität des Stiefvaters der Kinder immer bekannt und es habe daher regelmäßig Kontrollen durchgeführt und Maßnahmen (u.a. Besuch eines Antiaggressionskurses des Vaters) angeordnet.

Rückblickend müsse man sich in jedem Fall die Frage stellen, ob man den Leidensweg der Kinder nicht verkürzen hätte können. „Wir werden auch prüfen, ob wir gegen den Kindesmisshandler für die gequälten Kinder eine Zivilklage auf Schmerzensgeld einbringen“, kündigt Ragger an.

Er korrigierte zudem Medienberichte, denen zufolge ein Mitarbeiter der Landesregierung für Geld eine Falschbescheinigung in dieser Causa ausgestellt habe. „Das ist absolut falsch. Derjenige, der dem Täter eine Bestätigung ausgestellt hat, dass er einen Antiaggressionskurs besucht habe, ist ein Freiberufler. Er hat auch das zu Unrecht bezogene Kursgeld an das Jugendamt zurückgezahlt“.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Jost/Brunner