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"Die Menschen wissen, was sie am Bundesheer haben"

21.01.2013
LH Dörfler fordert Rücktritt von Verteidigungsminister Darabos, Grundausbildungsreform sowie mehr Einkommen für Grundwehr- und Zivildiener
„Die Österreicherinnen und Österreicher haben ein klares Zeichen gesetzt“, freute sich heute, Montag, Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler über das eindeutige Votum für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst bei der gestrigen Volksbefragung. Er forderte im Rahmen einer Pressekonferenz eine Reform der Grundausbildung, so sollten die Rekruten u.a. verstärkt in Erster Hilfe und Katastrophenschutz ausgebildet werden. So könnten „lebenslange Gesellschaftswerte“ entstehen. Dörfler will zudem, dass Grundwehr- und Zivildiener gleich viel bekommen wie jemand, der Sozialleistungen empfängt, also monatlich rund 740 Euro. Verteidigungsminister Norbert Darabos, der ein „flammender Befürworter des Berufsheeres“ sei, traue er diese Reformen nicht zu und fordere daher dessen Rücktritt. „Darabos hat das Bundesheer sowie die Sozial- und Blaulichtorganisationen lange verunsichert. Wir brauchen jetzt einen Minister mit Leidenschaft für das Bundesheer, der den Auftrag der Bürgerinnen und Bürger umsetzt“, so Dörfler.

Der Landeshauptmann betonte, dass er sich immer klar für Wehrpflicht und Zivildienst als wichtige Säulen der Sicherheit und des Sozialbereiches ausgesprochen habe. Das klare Ergebnis der Volksbefragung überrasche ihn nicht, „denn die Menschen wissen, was sie am Bundesheer haben“. Als Beispiel führte Dörfler den Bezirk Hermagor mit 72,50% für die Wehrpflicht an. Die Menschen hier hätten nicht vergessen, dass das Bundesheer und die Rekruten bei der Schneekatastrophe von 2008 Millionenschäden verhindert haben. Als „Dankeschön der Bevölkerung“ für die Hilfe nach den Sturmschäden durch das Tief „Paula“ wertete er die 66,69% im Bezirk Feldkirchen (83% in der Gemeinde Albeck) und die 64,85% im Bezirk St. Veit.

Das Ergebnis der Volksbefragung zeige auch, dass die Menschen das Dienen als wichtige gesellschaftliche Aufgabe sehen. Ihnen sei die Vermittlung von Sozialkompetenzen an junge Menschen wie Teamfähigkeit, Grüßen oder Pünktlichkeit wichtig. Aus persönlichen Gesprächen mit Vertretern von Sozial- und Blaulichtorganisationen wisse er, dass auch diese stark für die Wehrpflicht und eine Sicherstellung des Zivildienstes gestimmt haben, so Dörfler. Auch die älteren Menschen würden die Zivildiener sehr schätzen. Wichtig sei zudem, dass das Bundesheer nunmehr als Faktor für Wirtschaft (Kasernenstandorte), Sport (Unterstützung bei Großveranstaltungen) und Kultur (Militärmusik) sichergestellt sei. „Die Zentralisten haben das Spiel verloren. Es hat sich gezeigt, dass die Föderalisten näher an den Menschen sind“, kommentierte Dörfler das Volksbefragungsergebnis.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Josef Bodner