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Neuer Kärntner Landeskonservator Zivkovic bei LH Dörfler

22.01.2013
LH Dörfler hieß Zivkovic und Bundesdenkmalamts-Präsidentin Neubauer willkommen - Klares Ja zum verstärkten Schutz des kulturellen Erbes
Der neue Landeskonservator von Kärnten, Gorazd Zivkovic, machte heute, Dienstag, seinen Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Zivkovic kam in Begleitung der Präsidentin des Bundesdenkmalamtes, Barbara Neubauer.

Der Landeshauptmann hieß den Landeskonservator herzlich willkommen. Einig war man sich, dass man das Gespräch und die Kooperation in Sachen Denkmalschutz zwischen allen Beteiligten suchen und verstärken müsse. Ein wichtiges Thema bildete die fehlende Erhaltung oder Belebung von historischen Orts- bzw. Stadtzentren. Es brauche die Zusammenführung von Politik, Denkmalschutz und einen gezielten Einsatz von Förderinstrumenten. Auch hinsichtlich der Wohnbauförderung könnten neue Akzente überlegt werden, so Dörfler.
Architekten würden nicht immer und überall Verständnis und Verantwortung gegenüber der vorhandenen Bausubstanz und dem kulturellen Erbe zeigen, sagte Dörfler. Umso wichtiger sei es, die Sensibilisierung und den sorgsamen Umgang zu fördern. Seitens des Denkmalamtes würden auch Hilfestellungen, etwa auch speziell für Bürgermeister durch Rahmenrichtlinien, gegeben bzw. erarbeitet, so Neubauer. Ziel sei es, genutzte, belebte Denkmäler bzw. denkmalgeschützte Häuser zu haben.

Wie der Landeskonservator sagte, liege der Schwerpunkt auf sakralen Gebäuden, aber auch auf Bauernhöfe als schützenswertes Kulturgut werde stärker geachtet. Der Landeshauptmann regte an, ein Pilotprojekt bezüglich eines schutzwürdigen Ensembles in Kärnten zu initiieren. Mehrere Spannungsfelder zwischen Bauen und Denkmalschutz wurden erörtert, unter anderem die geplante Straßentrasse in Pöckstein/Zwischenwässern.

Gorazd Zivkovic ist seit Anfang Dezember 2012 Landeskonservator für Kärnten. Er ist ein österreichweit erfahrener Denkmalpfleger mit starkem Kärnten-Bezug und wird nun - wie seine Eltern - zum Wahlkärntner. Geboren in Linz, besuchte er das Bundesrealgymnasium der Slowenen in Klagenfurt und absolvierte das Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Auf Basis seiner Diplomarbeit über romanische Chorturmkirchen und deren Nachfolgebauten in Kärnten hat er sich schon früh mit der Kultur- und Landesgeschichte auseinandergesetzt. Die Herausforderungen sieht er vor allem im ländlichen Raum und im Bereich von Konservierung und Restaurierung sowie im Ausbau des Landeskonservatorates zu einer bürgernahen Servicestelle für alle an Denkmalschutz und Denkmalpflege Betroffenen und Interessierten.

Die Präsidentin des Bundesdenkmalamts, Barbara Neubauer, ist eine gebürtige Steirerin. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und Geschichte in Graz (Forschungsschwerpunkt „Barock in Österreich) war sie ab 1983 zunächst freiberuflich im Bundesdenkmalamt im Rahmen des Projektes "Österreichische Kunsttopographie" in Kärnten tätig. 1986 wurde ihr der Förderungspreis für Wissenschaft des Landes Kärnten verliehen. Die Ernennung zur Präsidentin des Bundesdenkmalamtes war 2008 erfolgt.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Karl Brunner
Fotonachweis: LPD/Bodner