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Suchterkrankungen: Behandlung mit Ohrakupunktur

23.01.2013
Gesundheitsreferent LHStv. Kaiser präsentierte neues Behandlungsangebot der AVS-Drogenambulanz „Roots“ in Villach
Die AVS-Drogenambulanz „Roots“ in Villach bietet neuerdings die Ohrakupunktur zur Behandlung von Suchterkrankten an. Dies gab heute, Mittwoch, Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser bekannt. Die Akupunktur kann laut als Unterstützung bei der Behandlung von Entzugssymptomen, Suchtverlangen, innerer Unruhe oder Instabilität eingesetzt werden.

Ziel der Akupunkturbehandlung sei, das körperliche und seelische Gleichgewicht wiederherzustellen, erklärte der Gesundheitsreferent. „Die Ohrakupunktur mindert nicht nur die Suchtsymptome, sondern verringert auch die Rückfallhäufigkeit: Akupunktur hilft und ist eine gute Ergänzung in der Suchtbehandlung“, so Kaiser.

Dass Akupunktur bei Süchtigen wirkt, hat der Hongkonger Neurochirurg L. H. Wen Anfang der 70er-Jahre durch Zufall entdeckt. Seine Beobachtung: Opiumabhängige Patienten, die vor einer Operation nicht narkotisiert, sondern akupunktiert wurden, verspürten kein Verlangen nach Suchtmitteln mehr und bekamen auch keine schweren Entzugserscheinungen. Diese Erfahrungen griff der US-Psychiater Michael O. Smith auf und entwickelte daraus ein Akupunktur-Behandlungskonzept.

I N F O: Ingrid Korner-Kattnig, „Roots“ Ambulatorium für Drogenkranke der AVS, des Landes Kärnten und der Stadt Villach, Jakob-Ghon-Allee 4, 9500 Villach, Tel.: 04242/27 830, Email: roots@avs-sozial.at, Web: www.avs-sozial.at


Rückfragehinweis: Büro LHStv. Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger