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Kärnten und Steiermark wachsen zusammen

25.01.2013
LH Dörfler: Koralmtunnel verbessert Erreichbarkeit und schafft Arbeitsplätze – Entscheidung im Jahr 2004 hat Projekt möglich gemacht
Kommende Woche am Dienstag findet auf der steirischen Seite der Koralm die offizielle Andrehfeier der ersten Tunnelbohrmaschine beim Tunnelbaulos KAT II des Koralmtunnels statt. „Mit diesem Baulos werden die beiden Bundesländer erstmals durch einen Tunnel unter der Koralm verbunden und damit die natürliche geographische Barriere überwunden. Die neue Verbindung wird sowohl für Kärnten als auch die Steiermark die Erreichbarkeit und damit die Standortqualität massiv verbessern", gab heute, Freitag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler bekannt.

„Sowohl die Steiermark als auch Kärnten sind aufgrund der geographischen Lage zwischen den Karawanken, Koralm, Pack, Semmering und dem Tauernhauptkamm bei der Erreichbarkeit benachteiligt. Die Erreichbarkeit ist aber einer der wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort", betonte Dörfler. Daher werde das Projekt neue Südbahn mit Semmeringbasistunnel, Koralmbahn und Koralmtunnel diesen Nachteil aufheben und völlig neue Voraussetzungen für beide Bundesländer schaffen. „Ich bin stolz, dass die Vision, die wir lange Jahre massiv vorangetrieben haben, jetzt Wirklichkeit wird und mit diesem Baulos KAT II Geschichte geschrieben wird", stellte der Landeshauptmann fest.

Der Bau der Koralmbahn, als Herzstück der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse, sichert schon während der Bauphase tausende Arbeitsplätze und die Investitionen sind ein wichtiger Konjunkturmotor für ganz Österreich, wie kürzlich in einer Studie bestätigt wurde. „In Kärnten werden in den kommenden fünf Jahren Aufträge in der Höhe von 1,5 Mrd. Euro vergeben. Laut der Studie ‚ökonomischer Fußabdruck des Systems Bahn‘ entsteht pro 68.300 Euro, die in den Bahnbau investiert werden, ein neuer Arbeitsplatz", so Dörfler. Laut dieser Studie werden Klein- und Mittelbetriebe ganz besonders von den Investitionen in die Bahn profitieren. Speziell die Kärntner Bauwirtschaft werde dadurch einen echten Aufschwung erleben. „Durch unsere Entscheidung im Jahr 2004, gemeinsam mit der Steiermark dieses Projekt mitzufinanzieren, haben wir diese Investitionen möglich gemacht", so Dörfler.

Die Koralmbahn ist Teil der Baltisch-Adriatische Verkehrsachse. Diese ist ein europäisches Hochleistungsbahnprojekt von Danzig in Polen bis nach Bologna in Italien, es enthält das Herzstück der Koralmbahn von Graz über Klagenfurt, Villach und weiter nach Udine bis Ravenna. „Im Rahmen des EU-Projekt BATCo (Baltic- Adriatic Transport Cooperation) arbeiten wir als Lead-Partner gemeinsam mit den Regionen entlang der Achse an gemeinsamen Wirtschaftskooperationen und bringen damit Europa noch ein Stück näher zusammen", meinte Dörfler.

Das Projekt neue Südbahn und speziell die Koralmbahn habe aber auch gezeigt, dass durch grenz- und parteiübergreifende Zusammenarbeit große Projekte mit großem Nutzen entstehen können. „Für diese gute Zusammenarbeit möchte ich mich bei allen Partnern, besonders bei Verkehrsministerin Doris Bures, ÖBB- Generaldirektor Christian Kern, beim steirischen Landeshauptmann Franz Voves bedanken", so der Landeshauptmann.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler, Peter Zenkl
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotonachweis:LPD/ Salbrechter