News

POLITIK

Gegen Autofahrer-Quälprogramm auf der A 2 Südautobahn

30.01.2013
LH Dörfler: 100 km/h-Beschränkung bringt keine Verringerung der Feinstaubbelastung im Lavanttal
Zur Verringerung der Feinstaubbelastung im Lavanttal wird über eine Geschwindigkeitsreduktion auf der A 2 Südautobahn zwischen St. Andrä und dem Gräberntunnel von 130 auf 100 km/h diskutiert. Dieser Idee hat jetzt eine ausführliche Prüfung der Situation eine klare Absage erteilt, wie heute, Mittwoch, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler mitteilte: „Die 100 km/h-Beschränkung würde keine Verbesserung bringen, sondern lediglich den Verkehrsfluss bremsen und sie wäre ein Quälprogramm für die Autofahrer.“

„Ich bin ganz klar gegen Alibiaktionen, die den Menschen im Lavanttal nur etwas vormachen würden“, so Dörfler. Die zuständige Fachabteilung des Landes Kärnten habe definitiv festgehalten, dass eine Verringerung der Geschwindigkeit auf der A 2 Südautobahn nichts bringen würde. Die Fachabteilung habe mehrfach Vorschläge vorgelegt, wie die Feinstaubbelastung zu verringern wäre. Dazu zähle der Tausch alter Heizungsanlagen bzw. der Ausbau des Fernwärmenetzes.

Laut Statistik des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) konnten die Anzahl der Tage, an denen die Feinstaub-Grenzwerte überschritten wurden, von 54 im Jahr 2011 auf 28 im Jahr 2012 reduziert werden. „Dieser Erfolg ist auch auf die Förderaktion des Landes zum Austausch alter Heizanlagen mit großem Feinstaubausstoß zurückzuführen. Im abgelaufenen Jahr haben 500 Hausbesitzer diese Aktion in Anspruch genommen, wodurch 500 umweltschädliche Anlagen durch ebenso viele saubere ersetzt wurden“, erklärte der Landeshauptmann. Dies sei eine intelligente nachhaltige Lösung. Die Aktion bringe positive Umwelteffekte und belebe die lokale Wirtschaft, weshalb sie auch verlängert werde.

„Die Verantwortlichen im Lavanttal sollten endlich die von der Fachabteilung aber auch der offiziellen Feinstaubstatistik aufgezeigten Fakten akzeptieren und bei intelligenten Lösungen mitarbeiten, anstatt tausende Menschen zu quälen. Nur durch richtige Maßnahmen kann die Feinstaubsituation im Lavanttal langfristig verbessert werden“, so Dörfler. Der Vergleich mit anderen auf 100 km/h beschränkten Autobahnabschnitten, wie beispielsweise in Klagenfurt oder Graz, sei nicht zulässig. Dort seien andere Problemlagen ausschlaggebend für die Beschränkungen.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Zenkl/Böhm