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WIRTSCHAFT

Energieumrüstung ist zentrales Thema

01.02.2013
LH Dörfler, LR Prettner bei Eröffnung der Bau- und Energiefachmesse „Der Häuslbauer“
Die Bau- und Energiefachmesse „Der Häuslbauer“ der Kärntner Messen in Klagenfurt wird jährlich größer und bunter. Im Rahmen der diesjährigen Messe informieren drei Tage lang 452 Aussteller auf 30.000 Quadratmeter die Besucher. An der Eröffnung heute, Freitag, nahmen seitens der Regierungsmitglieder Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Energiereferentin LR Beate Prettner teil.

Landeshauptmann Dörfler, er nahm die offizielle Eröffnung vor, betonte, dass jedes Haus, aber auch jede Wohnung in den 132 Gemeinden des Landes der zentrale Lebensmittelpunkt für deren Bewohner sei und somit das wichtigste Nest. Gleichzeitig thematisierte er die zunehmende Energieumrüstung, die für Wohnungs- und Hausbesitzer das Thema schlecht hin sei. Dies habe er im Vorfeld der Messeröffnung von vielen Besuchern gehört.

„Es freut mich, dass die private Energieversorgung weg vom Öl und hin zum Holz stattfindet“, betonte Dörfler. Gleichzeitig hob er die zunehmende Bedeutung der Solarenergie und Photovoltaik hervor und belegte dies an Hand eines Beispiels. „ Eine durchschnittliche Solaranlage kostet 12.000 Euro. Bei einer Förderung von 3.000 Euro bringt sie laut Studien der einheimischen Wirtschaft einen jährlichen Umsatz von zwölf Millionen Euro, schafft Arbeit und entlastet die Umwelt.

In Bezug auf die Messe hob Dörfler hervor, dass sie für ein modernes Kärnten stehe und ein wichtiger Arbeits- und Wirtschaftsfaktor sei. „Diese Messe ist ein Indikator für eine positive Zukunft“.

„Diese Messe bietet allen Besuchern und Häuslbauern neues Wissen, Erfahrung und viele neue Bauerkenntnisse“, stellte Prettner fest. In ihrer Funktion als Energiereferentin verwies sie auf die von ihr installierte Energieberatungsstelle vor Ort „energie:bewusst Kärnten“. Mit detailgenauen Analysen werden dabei Energie-Schwachstellen bei Gebäuden aufgespürt und Sanierungsschritte ausgearbeitet. Wie erfolgreich die Initiative sei, belegte die Energiereferentin ebenfalls mit Zahlen. „Sie löste Impulse aus, ist nachhaltig und stärkt die heimische Wirtschaft. Rund 2.000 Beratungen pro Jahr lösen im Schnitt pro Beratung ein Investitionsvolumen von 30.000 Euro aus.

Erfreut ist Prettner auch darüber, dass Kärnten bei der erneuerbaren Energie an der Spitze aller Bundeländer liegt. „48,6 Prozent seines Energiebedarfes bezieht Kärnten bereits heute aus erneuerbaren Energieträgern. Mit diesem Spitzenwert sind wir allen anderen Bundesländern davon gezogen“, berichtete Prettner.

Weitere Eröffnungsredner waren Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider, und Wirtschaftskammer-Vizepräsident Othmar Petschnig. „Auch die Stadt stellt sich gemeinsam mit den Stadtwerken dem Thema Energiewende“, betonte Scheider im Hinblick auf das neue Fernwärmekonzept mit Schwerpunkt Biomasse, das in Klagenfurt umgesetzt werden soll. Petschnig strich die vielen positiven Wirtschaftsbereiche in Kärnten hervor, die oft übersehen werden. „Kärnten ist ein wettbewerbsfähiges Bundesland, das eine Vielzahl an erfolgreichen Unternehmen, speziell auch im Baugewerbe beheimatet.“

Messepräsident Vzbgm. Albert Gunzer hob hervor, dass mit dem Messeschwerpunkt „Haus der Zukunft“ ein positiver Impuls im Bereich ökologisches, energiebewusstes Bauen und Leben gesetzt werde.

Besonderer Gast bei der ersten Messe-Eröffnung des Jahres 2013 war die internationale Trendforscherin, Architektin und Autorin Oona Strathern-Horx, die einen Impulsvortrag mit dem Titel „Wie baut man ein Zukunftshaus“ hielt.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler,
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis:LPD/ Hofmeister