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Mehr Sicherheit für unsere Schulkinder

05.02.2013
LR Ragger: Stadt Klagenfurt, Land, Landesschulrat und Exekutive starten Pilotprojekt für mehr Sicherheit der Schulkinder
Seit rund einem Jahr bereiten Schulpsychologen und Polizei in Kärnten bereits eine Initiative vor, bei der es um richtiges Verhalten in Krisen- und Notfallsituationen an Schulen geht. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute, Dienstag, eine weitere Initiative, die durch diverse Maßnahmen für mehr Sicherheit an den städtischen Schulen sorgen soll, von Bildungsreferent LR Christian Ragger, Bürgermeister Christian Scheider, Schulpsychologen Gert Lach, dem stellvertretenden Stadtkommandant Wolfgang Pittino und dem Elektrotechnik- Abteilungsvorstand der HTL Mössingerstraße, Walter Auernig, präsentiert.

In Hinblick auf die landesweiten Aktivitäten sind nun drei weitere Maßnahmen entstanden, die gemeinsam umgesetzt werden sollten: die entsprechende Schulung von Lehrern über die richtigen Verhaltensweisen in Notsituationen, die Anschaffung von mobilen Alarmknöpfen sowie die Installierung eines technisch kontrollierbaren Zutrittes zu Schulgebäuden.

„Ich begrüße jedes zusätzliche Präventionsangebot, um das Sicherheitsgefühl in den Schulen zu heben. Es gibt zwar an jeder Schule Notfallpläne, doch die Sicherheitsprävention sollte praxisnah sein“, sagte Ragger. Er betonte, dass die Umsetzung dieses Projektes absolut freiwillig an den Schulen durchgeführt werde. Aufgrund der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung und der Problemfelder in den Familien bedarf es einer Unterstützung von Außen. Als zuständiger Schulreferent erlebe er immer wieder, dass in vielen Schulen große Ratlosigkeit vorherrsche, wie man mit verhaltensauffälligen Kindern umgehen soll.

„Derzeit können über 100 Kinder in Kärnten nicht in den Schulklassen belassen werden. Es mussten eigene „Time-out-Klassen“ eingerichtet werden, in denen Lehrer mit Sozialpädagogen unterrichten“, teilte Ragger mit. Kärnten sei jedoch im Bereich der Schulsozialarbeiter, die bei Problemen jeder Art helfen, sei es bei Konflikten im Elternhaus, bei Konflikten der Schüler untereinander oder bei Schwierigkeiten mit Lehren, ein Vorreiter.

Wie Scheider ausführte, sind richtig gesetzte Erstmaßnahmen in Notsituationen entscheidend für den weiteren Verlauf einer gefährlichen Lage. „Nur entsprechend geschultes Personal hat die Situation auch im Griff“, so Scheider. Zusätzlich sollen Lehrer mit mobilen Alarmknöpfen ausgestattet werden. Mittels eines Senders wird ein Signal zu einem Empfänger übertragen, dieser löst dann einen Alarmton aus bzw. leitet direkt zur Polizei weiter. Die Kosten für diese Ausstattung liegen bei rund 2000 Euro pro Schule.

Als letzter Schritt ist an einen technisch kontrollierten Zutritt zu den Schulgebäuden gedacht. Mit Hilfe der HTL Mössingerstraße soll an einer Schule in den nächsten Monaten ein Pilotprojekt umgesetzt werden. Das Projekt sieht vor, dass ein Schulgebäude während der Unterrichtszeit geschlossen und nur nach vorheriger Anmeldung betretbar ist. Wird an der Eingangstür der Klingelknopf gedrückt, wird das über eine Handy-Applikation gemeldet und die Kommunikation - sogar über Webcam wenn notwendig – kann gestartet werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Kohlweiß/Brunner
Fotohinweis: Stadtpresse Klagenfurt