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POLITIK

Verbesserte Sicherheit für Lavamünd ist das prioritäre Ziel

06.02.2013
LR Prettner stellte Prüfbericht des Landes Kärnten zum Hochwasserereignis in Lavamünd vor
Heute, Mittwoch, stellten Kärntens Wasserwirtschafts- und Umweltlandesrätin Beate Prettner und Kurt Rohner, Unterabteilungsleiter Wasserwirtschaft, den Prüfbericht des Landes Kärnten zum Hochwasserereignis in Lavamünd vom 5. November 2012 vor. „Der Bund hatte das Land Kärnten im Dezember des Vorjahres mit dieser gewässerpolizeilichen Aufgabe betraut und unsere Expertinnen und Experten haben schnell, objektiv und professionell gearbeitet. Die Ergebnisse des Prüfberichtes liegen jetzt vor. Die Bevölkerung, insbesondere die Betroffenen, hat ein Recht auf Information über den aktuellen Stand der Dinge“, so Prettner. „Der Prüfbericht macht deutlich, dass 2.500 m3 Wasser geflossen sind. Eine Überflutung wäre jedenfalls bei 1.600 m3 eingetreten. Der natürliche Abfluss (ohne Kraftwerkeinfluss) hätte 1.800 bis 1.900 m3 betragen. Wir müssen also festhalten: Dieses Hochwasserereignis hätte mit oder ohne die Kraftwerke stattgefunden, jedoch in einem anderen Ausmaß“, fasst Rohner das Datenmaterial zusammen.

In der Zeit nach dem dramatischen Hochwasserereignis konnte bereits einiges erreicht werden, informierte die Landesrätin. So fand am 24. Jänner 2013 eine außerordentliche Tagung der Draukommission zur Analyse des Hochwasserereignisses statt, wo der Prüfbericht vorgestellt wurde und auch die Gemeindeverantwortlichen von Lavamünd wurden über die vorliegenden Erkenntnisse bereits informiert. „Das Angebot von unserer Seite, dass Kurt Rohner als absoluter Fachmann auf diesem Gebiet die koordinierende Aufgabe zwischen Bund, Land, Gemeinde und Bevölkerung übernimmt, wurde gerne angenommen und auch in der auf unsere Anregung hin installierten Arbeitsgruppe innerhalb der Draukommission übernimmt Rohner die Aufgaben des Koordinators. Ich werde mich mit meinen Expertinnen und Experten jedenfalls weiter, wie auch schon bisher, dafür einsetzen, dass es auf Basis der nun vorliegenden Erkenntnisse zu einer raschen Lösung für die betroffene Bevölkerung kommt“, versicherte Prettner.

Zudem konnte erreicht werden, dass binnen eines Jahres von der AHP eine neue bewilligungsfähige Kettenstauregelung, welche auch Extremereignisse wie jenes vom 5. November 2012 maßgeblich beinhaltet, beim Bund zu beantragen ist. „Auch bis zur Bewilligung dieser neuen Kettenstauregelung konnte eine Zwischenlösung erzielt werden, die vorsieht, dass mit sofortiger Wirkung bei Wetterprognosen, welche ein einjährliches Hochwasserereignis erwarten lassen, in der Staukette Vorabsenkungen vorgenommen werden müssen“, führte Prettner aus, dass gemeinsames Ziel die verbesserte Sicherheit der Bevölkerung sei. Zudem wurde in der Zwischenzeit ein Antrag der Marktgemeinde Lavamünd für den Ausbau der Hochwasserschutzmaßnahmen beim Land Kärnten eingereicht, der selbstverständlich prioritäre Behandlung findet.


Rückfragehinweis: Büro LR Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm