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POLITIK

Qualität der Schule hängt maßgeblich von Qualität der Schulleitung ab

08.02.2013
LR Ragger schafft Modell für administratives Unterstützungspersonal im Pflichtschulbereich
Rolle und Funktion des Schulleiters haben sich definitiv gewandelt und so sehen sich die Schulleiterinnen und Schulleiter neuen und erweiterten Anforderungen gegenüber. Der schulische Alltag ist gekennzeichnet von verschiedensten Aktivitäten, die einerseits den pädagogischen Aspekt von Schule und Unterricht betreffen und andererseits den administrativen Aspekt der Leitung und Steuerung umfassen. Für Bildungsreferent LR Christian Ragger ist klar: „Der Bedarf an Unterstützung der Schulleitung an allgemeinbildenden Pflichtschulen im administrativen Bereich in Kärnten ist groß.“ Oberstes Ziel einer schulischen Qualitätsentwicklung müsse immer der Nutzen für die Schülerinnen und Schüler im Sinne ihres größtmöglichen Kompetenzerwerbs sein. Das heiße, dass sich die Schulleitung mehr mit pädagogischen und organisatorisch-inhaltlichen Aspekten befassen solle und die administrativen Routinetätigkeiten delegieren müsse.

„Eine Schwierigkeit liegt darin, dass sich der Bund weigert, Refundierungsleistungen für administrative Tätigkeiten zu übernehmen“, so Ragger. Derzeit würden die Kosten für die Lehrer vom Bund nach einem bestimmten Schlüssel refundiert, nicht aber jene für Verwaltungspersonal und -leistungen. Während das Verwaltungspersonal für allgemeinbildende höhere Schulen durch den Bund finanziert werde, sei der Träger der Kosten im Pflichtschulbereich das Land bzw. die jeweilige Gemeinde (Schulerhalter).

Ragger will für die Schulleiterinnen und Schulleiter im Pflichtschulbereich eine Erleichterung schaffen, indem die administrativen Tätigkeiten über die Implementierung eines bedarfsorientierten Unterstützungsmodells abgefedert werden. „Dafür wird man sich die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Schulleitungen genau ansehen, da die organisatorischen und administrativen Aufgaben an Schulen zum Teil nach wie vor auf höherer Ebene – nämlich bei den Bezirksschulräten, Landesschulräten sowie Schulämtern – angesiedelt und ausgeführt werden“, erklärte Ragger.

Für ein faires Modell werde auch die Klassen- und Schülerzahl als Kriterium herangezogen. Weiters ist Ragger davon überzeugt, dass auch die Gemeinden als Schulerhalter ihren Beitrag dazu leisten werden, um unseren Kindern weiterhin beste Bildungsqualität gewährleisten zu können.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Kohlweiß/Böhm