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Eisenbahnunterführung auf B70d Harbacher Straße geplant

13.02.2013
LH Dörfler und Straßenbauchef Bidmon stellten Infrastrukturprojekte für Klagenfurt vor – „Grüne Welle“ jetzt auch auf Rosentalerstraße – Heuer erfolgen Sanierungen auf Loiblpaß und Packer Straße sowie Radweglückenschlüsse
Die Landeshauptstadt Klagenfurt soll flüssiger befahrbar werden. Das Land Kärnten setzt mehrere Infrastrukturprojekte um, die Staus und Feinstaub und damit auch Hektik und Stress bei den Autofahrern reduzieren sollen. Wie Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Straßenbauabteilungschef Volker Bidmon heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz erklärten, ist auf der B70d Harbacher Straße (Südring) eine Unterführung der Rosentalbahn geplant. Sie soll 2014/15 gebaut werden, Land und ÖBB sollen die Kosten von sechs bis sieben Mio. Euro je zur Hälfte tragen. Gut voran schreitet das mit der Landeshauptstadt betriebene Projekt der „Grünen Welle“, vorige Woche wurde es in der Rosentalerstraße umgesetzt. In die Sanierung der B70 Packer Straße und der B91 Loiblpaß Straße sowie in Lückenschlüsse am R7A Görtschitztal Radweg und R7 Friesacher Radweg investiert das Land laut Dörfler heuer insgesamt rund 1,2 Mio. Euro.

„Wir haben einiges vor“, betonte der Landeshauptmann. Um die S-Bahnverbindung aus dem Rosental kreuzungsfrei zu gestalten, würden die Planungen intensiv laufen. „28.000 Fahrzeuge werden täglich auf der Rosentalerstraße gezählt und 20.000 am Südring. Diese Unterführung würde den Verkehr viel flüssiger machen“, berichtete Dörfler. Bidmon ergänzte, dass die Autofahrer hier täglich über eine Stunde warten müssten. „Wir können also 365 Staustunden pro Jahr weginvestieren“, so Dörfler. Die geplante Unterführung soll auch einen Rad- und Gehweg beinhalten, die Wohnhäuser und Betriebe in diesem Bereich, wie z.B. McDonalds, sollen dann über das Sekundärnetz angeschlossen werden. Dörfler verwies auf weitere erfolgreiche Unterführungsprojekte in Klagenfurt wie in der Ebentalerstraße oder in St. Ruprecht, sie hätten wie der vierspurige Ringausbau Stau beseitigt und Feinstaub reduziert.

Sehr komplex und zeitaufwendig ist das Ermitteln und Umsetzen der Daten für die „Grüne Welle“, wie Dörfler und Bidmon weiters erklärten. Den Stauspitzen morgens in die Stadt und abends aus der Stadt will man durch die entsprechende Ampelschaltung entgegenwirken. Laut Bidmon wurde die „Grüne Welle“ vorige Woche in der Rosentalerstraße umgesetzt, hier hätten nun die Stadtein- bzw. -ausfahrten Priorität. Am Ring solle die „Grüne Welle Ende Feber, Anfang März umgesetzt werden, danach folge die Völkermarkter Straße.

Dörfler berichtete zudem von zwei Sanierungs- und zwei Radwegprojekten des Landes in Klagenfurt. Auf der B91 Loiblpaß Straße sollen von McDonalds bis zur Sattnitzbrücke alle vier Spuren saniert werden. Der rund 600 Meter lange Abschnitt weise großen Sanierungsbedarf auf, die Arbeiten sollen im Mai erfolgen. Die B70 Packer Straße soll stadteinwärts von OBI bis KIKA saniert werden. Die Arbeiten seien für Spätsommer bzw. Herbst geplant und sollen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs erfolgen. Die beiden Radweglückenschlüsse sollen noch vor der Sommersaison fertig sein. Am R7A Görtschitztal Radweg seien es rund 100 Meter im Bereich der L76 Annabichler Straße, am R7 Friesacher Radweg bestehe die Lücke zwischen den Glanbrücken an der Suppanstraße und an der Magereggerstraße. Dörfler verwies auf die Wichtigkeit von durchgehend und sicher befahrbaren Radwegen, diese würden auch von vielen Pendlern in die Landeshauptstadt gerne genutzt.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler; Abt. 9
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Hofmeister