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Pferdefleisch-Skandal: Schwerpunktkontrollen angeordnet

15.02.2013
LHStv. Kaiser: LUA Kärnten arbeitet an spezieller Nachweismethode für Pferdefleisch – EU-weit einheitliche Richtlinien bei Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln gefordert
Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser hat die Organe der Lebensmittelaufsicht des Landes zu einer Schwerpunktkontrolle in Zusammenhang mit dem sich von Frankreich ausweitenden Pferdefleisch-Skandal beauftragt. „Ich will, dass im Interesse aller in Kärnten lebenden Menschen alles getan wird, damit die Lebensmittel, die sie kaufen, auch das enthalten, was sie versprechen“, so Kaiser.

Wie der Gesundheitsreferent erklärt, arbeitet die Lebensmitteluntersuchungsanstalt (LUA) Kärnten gerade am Aufbau einer Nachweismethode für Pferdefleisch in Lebensmitteln, die ab nächster Woche zur Anwendung kommt. „Des Weiteren werden Methoden etabliert, die den Nachweis aller gängigen Fleischarten möglich machen. Nachgewiesen wird dabei die Erbsubstanz der Tierarten mit hochsensiblen biochemischen Methoden, ähnlich wie beim Vaterschaftstest“, erklärt der Leiter der LUA, Gunther Vogl. Das erweiterte Untersuchungsangebot der LUA sei somit ein Beitrag zum Täuschungsschutz der Konsumenten. Diese ergänzenden Kontrollen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden und der Lebensmittelaufsicht.

Um den Schutz und die Sicherheit für die Konsumentinnen und Konsumenten weiter zu verbessern, fordert Kaiser EU-weit einheitliche Richtlinien bei der Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln. „Die Politik muss alles tun, damit das Vertrauen der Menschen in unsere Lebensmittel nicht missbraucht und kriminelle Geschäften mit Nahrungsmitteln verhindert werden“, so Kaiser.


Rückfragehinweis: Büro LHStv. Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm