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Neues Pflegeheim in Wolfsberg als Sozialzentrum für Generationen

16.02.2013
LR Ragger: Zukunftsweisendes Konzept rund um neues Heim der Sene Cura mit Kindertageswerkstätte
Mit dem neuen Pflegeheim in Neudau-Wolfsberg wurde die Pflegeoffensive im Lavanttal erfolgreich abgeschlossen. „Die Zeit, in der Pflegebedürftige Wochen und Monate auf ein Pflegebett warten mussten, ist nun endgültig vorbei", erklärte heute, Samstag, Sozialreferent LR Christian Ragger bei der Eröffnung des Heimes der Sene Cura am in Neudau.

Kärntenweit habe man in den vergangenen vier Jahren knapp 1.000 neue Pflegebetten geschaffen, im Bezirk Wolfsberg rund 170. Damit sei sichergestellt, dass auch für alle jene Plätze bereit stehen, die einen kurzfristigen Aufenthalt in einem Pflegeheim benötigen. Weiters gebe es Betten für die Übergangspflege. Senioren, die zu „gesund" fürs Krankenhaus, aber zu „krank" für daheim sind, finden in Pflegeheimen eine Erholungsphase. Es wäre keine Spitalsreform mit einer Verkürzung der Liegedauer denkbar, wenn es keine ständig verfügbaren Kapazitäten für die Übergangspflege gäbe. Pflegeheime übernehmen auf diese Weise zusätzliche Funktionen: als Reha-Einrichtung und als Unterstützung der Pflege zu Hause.

Der Sozialreferent lobte auch das Sene Cura-Konzept in Neudau. Das Pflegeheim mit 85 Bettenbeschränkt sich nicht allein auf die Versorgung von Senioren. Es dient als Sozialzentrum für die daneben befindliche Wohnanlage und als ein Treffpunkt der Generationen mit zahlreichen Leistungen: Dazu zählen die Rehabilitative Übergangspflege nach Krankenhausaufenthalten, das Tagespflegezentrum, die optimale Betreuung von Menschen mit Demenz in der hauseigenen Demenzstation, die Unterstützung der Senioren in der neuen Wohnanlage im Rahmen des betreubaren Wohnens, das hauseigene Senioren-Fitnesscenter, die Tagesstätte für Kinder, die Ausstattung mit einem Heimkino, eigener Kapelle und Friseur und die großzügige Gartenanlage.

„Das Sozialzentrum bringt zudem 55 neue Arbeitsplätze in der Region", betonte Ragger. Das Pflegeheim stellt auch eine Alltagsmanagerin zur Verfügung, welche Senioren in den behindertengerecht adaptierten so genannten betreubaren Wohneinheiten unterstützt. Diese Alltagsmanagerin bemüht sich auch den Gemeinschaftsgeist aller Bewohner zu stärken. Es soll das Prinzip Netzwerk Familie in diesen Generationenpark übertragen werden. „Ziel ist es, den Zusammenhalt zwischen den Generationen auch außerhalb der Familien zu stärken sowie Alltagskompetenzen und Erfahrungswissen zu nutzen", so Ragger.

Im Zentrum steht dabei Freiwilligenarbeit für die Gemeinschaft. Alle Mieter werden angeschrieben, ob sie bereit sind, einige Stunden ihrer Freizeit unentgeltlich für die Gemeinschaft einzusetzen. „Dieses vielversprechende Konzept ist das Ergebnis der erfolgreichen Verbindung von Wohnbau- und Sozialpolitik", erklärte Ragger.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Jost/Zeitlinger