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Wir machen uns energieunabhängig

18.02.2013
LH Dörfler: Pilotprojekt wird seitens des Landes mit 400.000 Euro gefördert - E-Fahrzeuge sollen künftig auf kurzen Strecke dominieren
Im Medienfoyer des Amtes der Kärntner Landesregierung präsentierte heute, Montag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler gemeinsam mit Abteilungsvorstand Albert Kreiner (Abteilung 7, Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur). Wolfgang Hafner von der Abteilung Umweltschutz der Stadt Klagenfurt, Rene Battistutti (Energetica) und Günther Raffler (Renault) das „Public Private Partnership"-Modell „1. Photovoltaik Bürgerkraftwerk und E-Fahrzeug Ankauf im Rahmen des Projektes CEMOBIL". Das Modell sieht vor, dass sich in den nächsten Monaten 66 Kärntner ein beliebiges E-Fahrzeug anschaffen und sich an einem Photovoltaik-Bürgerkraftwerk beteiligen, bzw. eine Photovoltaik-Einzelanlage errichten, mit der sie den Strom für ihr E-Mobil selber produzieren.

„Wir wollen den Kärntnern die kostengünstige Anschaffung und Verwendung eines E-Fahrzeuges ermöglichen wobei der benötigte Ökostrom durch das Bürgerkraftwerk bzw. die Einzelanlage selber produziert werden soll. Seitens des Landes stehen dafür 400.000 Euro als Förderung zur Verfügung", stellte der Landeshauptmann das Projekt vor. Kärnten wolle sich damit in den nächsten Jahren auch angesichts der steigenden Sprit- und Heizölpreise energieunabhängig machen, und gleichzeitig eine Verringerung der Luftschadstoff- und CO2-Emmissionen erreichen. Bis Ende 2015 sollen in Klagenfurt 1.500 E-Fahrzeuge unterwegs sein.

Dörfler erwartet, dass E-Fahrzeuge speziell auf kürzeren Strecken in den nächsten Jahren immer mehr ins Rampenlicht treten werden. „VW hat das Jahr 2013 zum Jahr des E-Fahrzeuges erklärt", so derLandeshauptmann. Langfristiges Ziel des Landes ist es, das Pilotprojekt auf ganz Kärnten auszudehnen. Lob gab es von ihm für das Lebensland Kärnten und Hafner. „Beide sind E-Mobil Gurus die viele kreative Ideen haben".

Kreiner erläuterte die Landesfördermodalitäten im Detail. „Die Förderung für das E-Fahrzeug beträgt maximal 12 Prozent oder 3.500Euro und jene für die Photovoltaikanlage macht 3.125 Euro aus", so der Landesjurist. Der E-Fahrzeugbesitzer kann sich entweder am Photovoltaik-Kraftwerk 13 Jahre beteiligen, oder eine eigene 3,5 Kilowatt starke Anlage (Investitionskosten: ca. 10.000 Euro) installieren. Beteiligt sich der E-Mobilbesitzer am Bürgerkraftwerk mit der benötigten Stromenergie von 3,5 Kilowatt, betragen die Investitionskosten für ihn, abzüglich der Landesförderung, rund 5.030 Euro. Mit dem Flottenrabatt, beispielsweise für den Renault Zoe (865 Euro), der Förderung für die Lebensland Ladestation (1.300 Euro) und den Gratis-Strom aus den öffentlichen Ladestationen (ca. 1.000 Euro), kommt man auf eine Fördersumme von rund 9.339 Euro.

„Mit dem Modell und der Aktion kann man sich ein E-Mobil günstig anschaffen und es kostet gleichviel wie ein normales Fahrzeug", erklärten Hafner und Raffler. Der 88 PS starke Renault Zoe 2012/10 Life kostet regulär 20.846 Euro. Mit dem Flottenrabatt von fünf Prozent (865 Euro) und der Landesförderung (3.048 Euro) zahlt man 16.932 Euro. Die Batterie bzw. das Fahrzeug werden vier Jahre geleast bzw. gemietet. Bei monatlichen Kosten von 497 Euro und einer Landesförderung von 63 Euro pro Monat kommt man auf monatliche Kosten von 434 Euro, inklusive Versicherungskosten, Servicekosten und Batterie). Der Fahrzeugbesitzer kann dasE-Fahrzeug nach 48 Monaten zum Restwert erwerben.

Hafner verwies auch auf die CO2 Einsparungen. „Bei einer angenommenen Fahrleistung von 15.000 Kilometer aller 66 Fahrzeuge, ergeben sich rund 990.000 Kilometer pro Jahr. Daraus ergeben sich CO2 Einsparungen von rund 130 Tonnen pro Jahr bzw. in vier Jahren rund 523 Tonnen CO2. Das entspricht zwei Tonnen CO2 pro Fahrzeug im Jahr."

Lauf Battistutti soll das Photovoltaikkraftwerk in den nächsten zwei bis drei Monaten im Business Park Viktring auf dem ehemaligen Adidas-Gelände errichtet werden.

I N F O: IPAK, Tel: 0463 537-4882 oder 4599, E-Mail: ipak@klagenfurt.at


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler, Peter Zenkl, Kompetenzzentrum 7
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Philipp Hofmeister