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POLITIK

Pferdefleisch: Frühzeitig angeordnete Kontrollen haben sich bewährt

21.02.2013
LHStv. Kaiser: Es geht um den Schutz der Bevölkerung – SOKO Pferdefleisch kontrolliert weiter
Die von Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser vorsorglich frühzeitig angeordneten Schwerpunktkontrollen betreffend der möglichen Beimengung von nicht deklariertem Pferdefleisch in Lebensmitteln haben sich bewährt. Wie Kaiser bereits gestern Abend mitteilte, ergaben Untersuchungen der Produkte „Kärntner Hauswürstl“ und „Lavantaler Bauernwurst“eines Lavanttaler Produzenten, dass diese nicht ausgewiesenes Pferdefleisch enthalten.

In einer Pressekonferenz erläuterte Kaiser heute, Donnerstag, gemeinsam mit dem Leiter der Kärntner Lebensmitteluntersuchungsanstalt (LUA) Gunther Vogl und dem Leiter der Lebensmittelaufsicht Alfred Dutzler den Hergang der von ihm, unmittelbar nach Bekanntwerden des Pferdefleischskandals, angeordneten Schwerpunktkontrollen, mit denen auch anonyme Hinweise einhergingen.

„Es geht nicht darum Pferdefleisch schlecht zu machen, sondern alles zu tun, um die Bevölkerung vor Täuschung und möglichen Gesundheitsgefahren zu schützen und höchstmögliche Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten!“, zeigte sich Kaiser froh, rasch reagiert zu haben und bedankte sich bei den Mitarbeitern der LUA und der LMI für ihr kompetentes und engagiertes Agieren. Die Detailergebnisse der Untersuchungen durch die AGES, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, seien noch auständig und erst nächste Woche zu erwarten. Mittlerweile wurden die Produkte von allen in Frage kommenden Handelsketten aus den Regalen genommen und vom betroffenen Lavanttaler Fleischer seinerseits eine Rückholaktion eingeleitet.

Kaiser verwies auf anonyme Hinweise im Zuge der Kontrollen, die letztlich zum Lavanttaler Fleischer und darüber hinaus zu einem Tiefkühllager in Klagenfurt führten, in dem der Lavanttaler Betrieb u.a. als Tierfutter vorgesehenes Pferdefleisch aus Kanada lagerte, dessen Verfügungsgewalt bei einem steirischen Unternehmen liegen soll. Die Ergebnisse der dort genommenen Proben seien noch ausständig. Aufgrund unvollständiger Papiere und des verdächtigen Firmenkonstrukts erging noch gestern, spät abends, eine Sachverhaltsdarstellung seitens der Lebensmittelaufsicht an die Staatsanwaltschaft, die die weiteren Ermittlungen aufgenommen hat.

Der Gesundheitsreferent kündigte an, die Schwerpunktkontrollen zum Schutz und zur Sicherheit der Kärntner Bevölkerung weiter auszuweiten. Laut Vogl können durch die erfolgte Etablierung der genetischen Analysen in der Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten in Zukunft die Ergebnisse von Untersuchungen noch schneller vorliegen.
Im Zuge der Pressekonferenz forderte Kaiser neuerlich Maßnahmen, um die Lebensmittelsicherheit für die Konsumentinnen und Konsumenten weiter zu erhöhen. Konkret nannte er die Einrichtung einer Rückverfolgbarkeitsdatenbank sowie die Ausweitung der Herkunftskennzeichnung. „Die Politik muss alles tun, damit die Menschen sich darauf verlassen können, dass das was auf den Lebensmitteln draufsteht auch drin ist“, so Kaiser.


Rückfragehinweis: Büro LHStv. Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Brunner
Fotonachweis: Büro LHStv. Kaiser