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Bäuerliche Produzenten arbeiten nach strengen Kriterien

21.02.2013
LR Waldner: Lebensmittelskandale verunsichern die Konsumenten – Hinter „Genussland Kärnten“ steht verpflichtende Qualitätssicherung – Auch AMA-Gütesiegel garantiert lückenlose Kontrollen
Zahlreiche Lebensmittelskandale, vor allem bisher im Ausland, verunsichern die Konsumenten. Der jüngste Skandal rund um Pferdefleisch in Produkten hat auch vor Kärnten nicht Halt gemacht. „Produzenten oder Lieferanten, die Gewinnmaximierung vor Qualität, Sicherheit und Kontrolle stellen, bringen unsere gesamte Landwirtschaft in Verruf und schädigen Regionalitäts-Initiativen. Solche Missstände und Versäumnisse der Lebensmittelkontrolle dürfen nicht dazu führen, dass bäuerliche und regionale Produkte in Verruf geraten“, stellte heute, Donnerstag, Agrarlandesrat Wolfgang Waldner klar. Studien würden die Wichtigkeit der Herkunft der Lebensmittel für die Konsumenten belegen – über 70 Prozent wollen beim Einkaufen wissen, woher die Lebensmittel stammen. „Dieses Vertrauen mit unrichtigen Angaben zu missbrauchen, ist gerade für die Lebensmittelproduktion im bäuerlichen Bereich ein Schlag ins Gesicht“, so Waldner.

Kärnten gehe seit 2010 mit der Dachmarke „Genussland Kärnten“ einen konsequenten Weg, kontrollierte regionale Spezialitäten genau zu deklarieren. Hinter der Marke „Genussland Kärnten“ stehe eine verpflichtende Qualitätssicherung für die Produktion und Verarbeitung im Betrieb mit AMA Gütesiegel, BIO Austria Kärnten, Gutes vom Bauernhof und/oder den EU-Herkunftsschutz, wies Waldner hin.

Darüber hinaus nehme die Herkunft der Rohstoffe höchste Priorität ein. Klare Kriterien für jede Produktkategorie würden die Herkunft der verwendeten Rohstoffe auf Kärnten einschränken. „Somit muss für ein zertifiziertes Produkt z.B. das Kärntner Hauswürstel ausschließlich Fleisch von in Kärnten geborenen, gemästeten Tieren verarbeitet werden. Geprüft wird dies durch eine in Österreich akkreditierte Kontrollstelle“, erklärte Waldner.

Die wirtschaftliche Verlockung für Produzenten, den Trend der Regionalität schamlos auszunutzen, könne laut Waldner nur durch bewussten Einkauf gestoppt werden. „Dies bedeutet, regionale Qualitätsprodukte mit Herkunftsnachweis der Rohstoffe zu bevorzugen und nicht zu Massenprodukten zu greifen, im Sinne der heimischen Lebensmittelproduktion. Immerhin geht es um Arbeitsplätze und Lehrstellen“, sagte Waldner.

Einen Wegweiser für heimische Lebensmittel bildet die Marke „Genussland Kärnten“. 228 Produzenten unterwerfen sich mittlerweile den strengen Kriterien von Genussland Kärnten, 69 Kärntner Genuss Wirte haben sich ebenso entschlossen, heimische Produkte zu veredeln und neun „Genuss aus Kärnten“-Handelspartner vertreiben mittlerweile garantiert heimische Produkte.


Rückfragehinweis: Büro LR Waldner
Redaktion: Robitsch/Böhm