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Nepomukbrücke verbindet Gailtalradweg mit Tarvisradweg

22.02.2013
LH Dörfler: Wichtiges Radwegprojekt in Arnoldstein beginnt noch im März
Eines der wichtigsten Radwegprojekte im Gailtal wird noch im März begonnen. Die Nepomukbrücke im Gemeindegebiet von Arnoldstein wird neu errichtet und somit eine direkte Verbindung vom Gailtalradweg in der Schütt nach Arnoldstein mit dem Tarviserradweg. „Die Vergabe ist bereits abgeschlossen, die Baueinleitung hat ebenso bereits stattgefunden. Damit können die Bauarbeiten je nach Schneelage noch im März beginnen, um die Niederwasserphase der Gail auszunützen und bis Mitte August abgeschlossen sein“, gab heute, Freitag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler bekannt.

„Die Nepomukbrücke ist das Radwegschlüsselprojekt in dieser Region und wird mehrere Zwecke erfüllen. Für Radfahrer wird eine wichtige Radweglücke geschlossen und zwei Radwege zusammengeführt, womit die Verbindung vom Gailtal weiter ins Kanaltal nach Italien geschaffen wird. Weiters wird Arnoldstein direkt mit dem Radweg verbunden, wodurch die Gastronomiebetriebe in Arnoldstein stärker vom Radtourismus profitieren werden. Für Land- und Forstwirte wird die Möglichkeit geschaffen, diese Brücke bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen zu nutzen. Somit schaffen wir mit diesem wichtigen Projekt einen Mehrfachnutzen in der Region“, sagte Dörfler.

Ursprünglich befand sich an dieser Stelle eine Holzbrücke, die im Jahre 1949 bei einem Hochwasserereignis zerstört wurde. Damit wurde auch die einzige direkte Verbindung zwischen der Schütt und Arnoldstein unterbrochen. Die neue Brücke wird die Gail in vier Feldern auf einer Breite von rund 100 m überspannen.

Bei diesem Brückenbau wird auch das ehemalige Behelfsbrückensystem des Landes zum Einsatz kommen, welches sich hierfür perfekt für diese Brücke anbietet. Dadurch konnten die Kosten für die Brücke reduziert werden und dieses Brückengerät sinnvoll eingesetzt werden. Die Gesamtkosten für die Brücke und die Radweganschlüsse belaufen sich auf rund 570.000 Euro und werden zu zwei Drittel durch das Land Kärnten und zu einem Drittel durch die Marktgemeinde Arnoldstein getragen.

Der weitere Verlauf des Radweges von Arnoldstein Richtung Thörl Maglern wurde schon vor einigen Jahren fertiggestellt. Richtung Fürnitz besteht entlang der B 83 Kärntner Straße derzeit noch eine Lücke. Die Planungen für diesen Lückenschluss sind ebenfalls bereits abgeschlossen und derzeit wird die Vergabe vorbereitet. Nach erfolgter Vergabe kann noch heuer mit den Bauarbeiten begonnen werden.

„Mit dieser Maßnahme wird das Radwegenetz in diesem Bereich geschlossen und Arnoldstein mit Fürnitz und weiter mit Villach direkt verbunden. Dieser Lückenschluss wird sich besonders positiv auf den Tourismus auswirken, ist doch dieser Abschnitt Teil des Alpe Adria Radweges welcher von Salzburg über Kärnten an die Adria bis Grado führt und welcher jährlich von tausenden Radfahrern genutzt wird. Mit dem vergangenes Jahr eingeführten Micotra-Zug haben wir auch das perfekte Transportmittel für den Rücktransport der Radfahrer aus Italien geschaffen und wachsen durch diese Projekte die Regionen im Sinne von Senza Confini weiter zusammen“, so der Landeshauptmann.

Beide Projekte, sowohl die Nepomukbrücke als auch der Lückenschluss zwischen Arnoldstein und Fürnitz, wurden beim Klimafonds eingereicht und werden von diesem mit 12,18 Prozent der Baukosten gefördert. „Der Klimafonds hat errechnet, dass alleine durch die aktuell im Land Kärnten gebauten Radwegprojekte und Radweginitiativen jährlich über 2.900 Tonnen CO2 eingespart werden. Damit erfüllen diese Radwegprojekte neben dem verkehrstechnischen und Verkehrssicherheitsaspekt auch einen wichtigen umweltpolitischen Aspekt. Die Radwegoffensive ist somit eine Win-Win-Situation für Kärnten“, so der Landeshauptmann.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Zenkl/Brunner