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WIRTSCHAFT

Wirtschafts- und Innovationsmotor für Kärnten

22.02.2013
me2c - micro electronic cluster zieht zur Halbzeit der Förderperiode Zwischenbilanz – LR Dobernig: Basisfinanzierung seitens des Landes Kärnten läuft bis Mitte 2014
Ein Technologienetzwerk, in welchem Kooperationen erfolgreich und zum Vorteil aller Partner gelebt werden sollen, benötigt zwei Faktoren: aktive Mitglieder und eine operative Einheit zur Umsetzung von Maßnahmen. Erstere waren bereits da, als der me2c - [micro] electronic cluster im Jahr 2011 um Unterstützung beim Land Kärnten angefragt hat. Letztere fehlte noch. Doch dank der – erstmals in der Geschichte des Clusters – bereitgestellten Basisfinanzierung durch Technologiereferent LR Harald Dobernig konnte ein professionelles Clustermanagement installiert werden. Die finanzielle Unterstützung aus dem Technologiereferat beträgt insgesamt 240.000 Euro für drei Jahre (bis Mitte 2014).

„Die Kooperation mit dem me2c, der rund 40 Unternehmen mit insgesamt rund 7.000 Mitarbeitern repräsentiert, war eine meiner ersten Maßnahmen als Technologiereferent. Dadurch wird die Technologiekompetenz Kärntens verstärkt nach außen getragen und sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene sichtbarer gemacht“, so Dobernig.

Die Erfolge, die der Cluster seit der Installation des Clustermanagements unter Stephan Payer erzielen konnte, können sich wahrlich sehen lassen: So konnte die Zahl der Clustermitglieder von 30 auf 42 gesteigert werden, wobei die „Neuzugänge“ durchwegs Unternehmen mit klarem Technologiefokus darstellen. Dazu gelang es zusammen mit anderen Clustern und Partnern, eine knappe halbe Million Euro an Fördergeldern für österreichweite bzw. grenzüberschreitende Cluster-Projekte an Land zu ziehen.

Darüber hinaus wurden und werden von Clustermitgliedern Leuchtturmprojekte verwirklicht. Beispiele sind das COMET K-Projekt IPOT („Intelligent Photovoltaic Module Technologies“ (Lead Partner: CTR – Carinthian Tech Research AG), bei dem es um zukunftsweisende Technologien für die Photovoltaik-Industrie geht, sowie das Smart City-Projekt der Stadt Villach, in welchem mit Clustermitgliedern wie CTR, Infineon und Siemens u.a. kleinräumige Smart Grid-Lösungen umgesetzt werden. Die Projektvolumina betragen hier in Summe über sieben Mio. Euro.

Der me2c ist zudem in Technologienetzwerken wie der Nationalen Clusterplattform Österreichs oder Silicon Europe verankert. Er zeigt hier das im Land vorhandene Potenzial und Know-how auf und sichert auch den Wissenstransfer nach und wichtige Wirtschaftsbeziehungen für den Standort Kärnten. Der me2c bietet seinen Mitgliedern den Zugang zu einer breiten Informations- und Kontaktplattform. Er fungiert als Drehscheibe, durch die Kooperationen entstehen und innovative Projekte initiiert werden. Der persönliche Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedsunternehmen ist häufig die Basis für neue Geschäftsideen und Kooperationen.

In den letzten beiden Jahren wurden gemeinsame Messeauftritte im Ausland ebenso organisiert wie zahlreiche Netzwerkveranstaltungen und Fach-Workshops, bei denen in Summe knapp 400 Teilnehmer verzeichnet werden konnten. Ein wichtiger Bereich für den me2c ist auch das Thema „Human Resource Attraction“, bei dem es darum geht, qualifizierte Mitarbeiter im Land zu halten bzw. zurück zu holen. Eine der Maßnahmen ist die vom me2c jüngst herausgebrachte Berufsinformationsbroschüre „einfach Technik“. „Hier präsentieren sich Technologieunternehmen aus dem Cluster und darüber hinaus, um bei unseren Jugendlichen das Interesse für Technik zu fördern und ihnen für ihre Berufsorientierung Einblicke in die spannende Welt der technischen Berufe zu bieten“, erklärt Dobernig.

Der me2c ist ein Cluster von Technologieunternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlichen Institutionen in Kärnten. Gemeinsam verfolgen die derzeit 42 Mitglieder das Ziel, Kompetenzen in den Bereichen Elektronik, Mechatronik und Mikroelektronik in unserer Region weiterzuentwickeln und auszubauen. Zu den Mitgliedern im me2c zählen zahlreiche innovative kleine und mittlere Betriebe wie AJP-Tech oder IPAC, weiters Forschungs- und Hochschulpartner wie das CTR und die Fachhochschule Kärnten und schließlich Großbetriebe wie Infineon, Lam oder Wild. Die Mitglieder des me2c erzielten 2012 einen Umsatz von ca. zwei Mrd. Euro. Gegründet wurde der me2c im Jahr 2000.

Cluster-Obmann Michael Velmeden, cms electronics, lädt Technologieunternehmen ein, sich dem me2c anzuschließen: „Wir arbeiten zielgerichtet und nutzenorientiert und bieten all jenen Unternehmen eine Plattform, die benötigte Kompetenzen einbringen und/oder auf Basis von im Cluster vorhandenen Kompetenzen Wettbewerbsvorteile erzielen möchten. Sowohl Entwickler und Fertiger als auch Systemintegratoren und Zulieferer profitieren von einer aktiven Mitarbeit in unserem Technologie-Netzwerk.“ Für die Zukunft wünscht sich Velmeden eine Fortführung der positiven Entwicklung.

Infos unter: www.me2c.at


Rückfragehinweis: Büro LR Dobernig; me2c
Redaktion: me2c/Aichbichler/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Dobernig