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1.100 Rekruten in Klein St. Paul angelobt

22.02.2013
LH Dörfler und Brigadier Christiner: Volksbefragung ist klarer Auftrag zur Reform – Sparkurs zu Lasten des Heeres muss ein Ende haben
1.100 Rekruten aus Kärnten und der Steiermark wurden heute, Freitagnachmittag, in der Marktgemeinde Klein St. Paul im Görtschitztal feierlich angelobt. Mit ihrem lauten Bekenntnis „Ich gelobe“ legten sie ihr persönliches Versprechen auf unsere Republik und auf die Demokratie ab.

Diese Brigadeangelobung ist die größte in diesem Jahr. Am Sportplatz fanden sich die Soldaten und einige Soldatinnen ein, die Anfang Jänner und Februar bei den Verbänden und Dienstellen der 7. Jägerbrigade und des Militärkommandos Kärnten eingerückt waren. Die Villacher Garnison war mit Rekruten des Pionierbataillons 1 aus der Rohrkaserne und des Führungsunterstützungsbataillons 1 aus der Lutschounigkaserne vertreten. Die Jungsoldaten der Garnison Klagenfurt gehören der Stabskompanie & Dienstbetrieb des Militärkommandos Kärnten aus der Khevenhüllerkaserne sowie dem Stabsbataillon 7 aus der Windischkaserne an. Die steirischen Soldaten gehören dem Jägerbataillon 18 aus der Landwehrkaserne in St. Michael, dem Jägerbataillon 17 aus der Erzherzog Johann Kaserne in Straß und dem Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7 in Feldbach aus der Von-der-Groeben Kaserne an.

Herzlich begrüßt wurden in Klein St. Paul Landeshauptmann Gerhard Dörfler, weiters die Landtagspräsidenten Johann Gallo und Rudolf Schober, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, die Landtagsabgeordneten Wilma Warmuth und Günther Leikam, der Klein St. Pauler Bürgermeister Hilmar Loitsch und Prälat Michael Kristof. Auch die früheren Militärkommandanten von Kärnten, Gerd Ebner und Gunther Spath, waren anwesend.

Der Landeshauptmann ging auf das abgegebene starke Votum für Wehrpflicht und Zivildienst im Rahmen der Volksbefragung ein und dankte dafür der Bevölkerung. Gerade in Kärnten habe es überdurchschnittliche Ergebnisse pro Bundesheer, Wehrpflicht und Zivildienst, gegeben, gerade in Bezirken, in denen das Bundesheer nach Katastrophen im Einsatz war.

Diese Volksbefragung habe eine überaus deutliche Klarstellung gebracht, nachdem sich zuvor der Bundespräsident für die Wehrpflicht und der Verteidigungsminister dagegen ausgesprochen hatten, erinnerte Dörfler. Es sei unverzichtbar, dass junge Menschen ihren Dienst an der Republik leisten würden, insgesamt würden sie damit nur 0,63 Prozent der Lebenszeit fürs Dienen gegenüber dem Staat – und damit für uns alle - zur Verfügung stellen. Dienen bedeute Helfen und dies sei gerade im Katastrophenfall unschätzbar wichtig und wertvoll.

Das Ergebnis der Volksbefragung sei ein klares Zeichen für eine Reform und für das nötige Budget, denn das Bundesheer sei eine Säule der Sicherheit und auch der Friedenseinsatz des Heeres in zahlreichen Ländern sei weltweit anerkannt, sagte der Landeshauptmann. Diese hohe Wertschätzung habe er gerade bei seinen Besuchen im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina selbst erlebt.

Auch der Kommandant der 7. Jägerbrigade, Brigadier Gerhard Christiner, sagte, das bestehende Mischsystem (Berufssoldaten und Wehrpflichtige) sei ein gutes System. Mit der Volksbefragung sei eine klare Richtungsentscheidung getroffen worden und diese sei ein Auftrag zur Reform. Ziel sei die Erhöhung der Einsatzbereitschaft. Der Sparkurs der letzten Jahre habe viel Frust erzeugt. Es brauche jetzt mehr Mittel für die Ausbildung, so der Brigadier. Er wies auch auf die Chance eines Lebens ohne Krieg hin, die den Generationen zuvor nicht gegeben war.

Bürgermeister Hilmar Loitsch stellte die Marktgemeinde vor und wies auf die große Verbundenheit seiner Gemeinde mit dem Bundesheer hin. Die letzte Bundesheer-Angelobung in Klein St. Paul liege bereits dreißig Jahre zurück, sagte Loitsch und sprach von einem „Festtag für die Gemeinde“.

Kommandant der ausgerückten Truppe war der Kommandant des Stabsbataillons 7, Oberst Bernhard Meurers. Die Militärmusik Kärnten, sie spielten auch das steirische sowie das Kärntner Heimatlied, dirigierte Vizeleutnant Siegfried Schatz. Die Moderation lag wieder in den bewährten Händen von Vizeleutnant Franz Brunner. Die Begrüßung nahm der stv. Kommandant der 7. Jägerbrigade, Oberst Ulfried Khom, vor. Worte der Besinnung sprachen der katholische Militärpfarrer Christian Stromberger und der evangelische Militärpfarrer Michael Matiasek. Sie betonten den Wert des Friedens und den Einsatz für ihn sowie den Dienst an der Republik.

An der Angelobung nahmen viele Verwandte, Bekannte und Freunde der Rekruten teil, mitgestaltet wurde die Feier auch von der FF Klein St. Paul sowie der örtlichen Trachtengruppe und des Kameradschaftsbundes. Vor der Angelobung hatte eine Totenehrung beim Kriegerdenkmal am Friedhof in Klein St. Paul stattgefunden.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Karl Brunner
Fotonachweis: LPD/Raunig