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35-Jahr-Jubiläum Kurheim Paracelsus in Warmbad Villach

23.02.2013
LH Dörfler verwies auf die Wichtigkeit solcher Einrichtungen und dankte für die außergewöhnliche sowie engagierte Arbeit
Mehr als 2.000 Betroffene nutzten in den vergangenen Jahren die vielfältigen Therapieangebote im Bereich Essstörungen im Kurheim Paracelsus. Unter den vielen Gästen beim großen Festakt zum 35-Jahr-Jubiläum in Warmbad Villach waren heute, Samstag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, LR Beate Prettner, Bürgermeister Helmut Manzenreiter sowie von der MedUni Graz Rektor Univ. Prof. Josef Smolle und Assoz. Prof. Priv.Doz. Sandra Wallner-Liebmann.

Der Landeshauptmann dankte für die langjährige Arbeit im Kurheim Paracelsus. „Nur außergewöhnliche Menschen schaffen es, anderen in so schwierigen Situationen zu helfen.“ Die Krankheit sei hier zeitgerecht erkannt worden, niemand habe gedacht, dass sich Essstörungen so entwickeln würden. „Ich selbst habe die Dramatik dieser Krankheit bei einer bekannten Sportlerin erlebt und weiß, welche unglaubliche Energie und Arbeit notwendig sind, um Menschen aus dieser Situation herauszuhelfen“, so Dörfler. Er sei sehr dankbar, dass es Menschen wie Dieter und Waltraud Weber gebe, die sich mit solchen wichtigen Aufgaben befassen würden. „Ich wünsche im Interesse vieler Menschen, dass diese ungemein wichtige Behandlung so gut weitergegeben wird“, sagte der Landeshauptmann.

Dörfler nahm auch zum derzeitigen „Thermenproblem“ in Warmbad Villach Stellung und betonte: „Die Menschen wollen und brauchen die Kärnten Therme, daher ist es wichtig, dass dieses Problem bald behoben ist.“ Man sehe derzeit, was Technik bewirken könne. „Ich wünsche, dass diese Kraftanstrengungen im Bereich der Reparatur bald zu einem guten Erfolg führen“, so der Landeshauptmann.

Dieter Weber verwies in seiner Begrüßungsansprache auf die enorme Verantwortung solcher Einrichtungen, da Essstörungen sehr schwierige Erkrankungen seien. „Bei uns gibt es keine Massenabfertigung, sondern wir gehen individuell auf die Patienten ein.“

Die Einrichtung mit Schwerpunkt Essstörungen wurde im April 1978 durch OMR Traude Weber gegründet und ist bislang die einzige private Therapieeinrichtung für Essstörungen in Österreich. Unter der Leitung des klinischen Psychologen Dieter Weber (Sohn der Gründerin) und seines engagierten Teams kann auf eine außerordentlich hohe Erfolgsquote von mehr als 80 Prozent geblickt werden. Die Therapie für Patienten, die unter Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Essattacken, …) leiden, erfolgt grundsätzlich freiwillig, dauert fünf bis sieben Wochen stationär – sechs Monate ambulant und erfolgt in Gruppen von bis zu acht Personen. Während des stationären Aufenthalts sind die Patienten in erster Linie Mitbewohner, wohnen doch Dieter Weber und seine Gattin Waltraud ebenfalls im Kurheim Paracelsus. Diese Familienstruktur ermöglicht den erfolgreichen Weg des Kurheims Paracelsus mit. Aufgrund der erfolgreichen jahrzehntelangen Arbeit bestehen ausgezeichnete Kontakte zu vergleichbaren privaten und öffentlichen Einrichtungen in Österreich, Italien und Deutschland. Aus diesen Ländern kommt auch der größte Teil der Patienten, obgleich Anfragen aus der ganzen Welt vorliegen.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Ulli Sternig
Fotonachweis: LPD/Raunig