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Nahversorger-Förderaktion soll Abwanderung stoppen

25.02.2013
LR Dobernig: Förderung in Abstimmung mit KWF erarbeitet - Absicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen
In Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten heute, Montag, Wirtschafts- und Gewerbereferent LR Harald Dobernig und der Leiter des Kompetenzzentrums Wirtschaftsrecht und Infrastruktur, Albert Kreiner, die neue Nahversorgerförderung des Landes Kärnten.

„Aufgrund des Greißlersterbens und der wirtschaftlich oft prekären Situation der Nahversorger haben wir in Abstimmung mit dem KWF diese Förderaktion erarbeitet. Damit sichern wir wichtige Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen ab und setzen einen Schritt gegen die Abwanderung“, so Dobernig. Für die Förderung stehen insgesamt 450.000 Euro aus dem Gewerbebudget des Jahres 2012 zur Verfügung, sie läuft so lange, bis die Mittel erschöpft sind.

„Derzeit wird überall beklagt, dass Kärnten unter hoher Abwanderung leidet und die Menschen ländliche Gemeinden und Regionen verlassen. Daher habe ich nach der Übernahme des Gewerbereferates überlegt, mit welcher Aktion wir etwas bewegen können. Mit dieser neuen Förderaktion soll die Nahversorgungssituation in den Kärntner Gemeinden erhalten und verbessert werden“, betonte Dobernig. Nahversorger würden nicht nur Arbeitsplätze vor Ort sichern. Sie seien auch wichtige Ausbildungsbetriebe für die Lehrlinge und hätten eine soziale Funktion als Treffpunkt für die Menschen. Vor allem für ältere Menschen, die weniger mobil sind, sei der Nahversorger die wichtigste Bezugsquelle für ihre Einkäufe.

Wie Dobernig betonte, habe Kärnten im Österreichvergleich die höchste Zahl an Nahversorgern. Österreichweit haben bereits 25 Prozent der Gemeinden kein Lebensmittelgeschäft, in Kärnten sind es 11 Prozent bzw. 15 Gemeinden. „Jede einzelne der Gemeinden ohne Nahversorger ist eine zu viel, daher haben wir diese Aktion ins Leben gerufen“, so Dobernig.

Kreiner verwies darauf, dass die Fördermaßnahme möglichst einfach und unbürokratisch gestaltet wurde. Gefördert werden Lebensmittelnahversorger mit Grund- bzw. Vollsortiment mit maximal neun Mitarbeitern, einem maximalen Nettojahresumsatz von einer Mio. Euro und einem Standort in Kärnten. Die Förderung gliedert sich in zwei Bereiche: Investitionskostenzuschuss sowie Betriebsmittelzuschuss und Personalkostenzuschuss.

Der Investitionskostenzuschuss wird im Anschluss an die KWF-Kleinstunternehmerförderung als zusätzlicher nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss in Höhe von 20 Prozent der förderbaren Investitionssumme gewährt und ist mit maximal 10.000 Euro begrenzt. Es genügt die Antragstellung für die Kleinstunternehmerförderung beim KWF, dieser informiert automatisch das Amt der Kärntner Landesregierung über in Betracht kommende Förderanträge.

Der Betriebsmittelzuschuss für das Jahr 2013 beträgt 3.000 Euro. Für den Betriebskostenzuschuss ist eine Bestätigung der Standortgemeinde über den Bedarf für die Infrastruktur erforderlich. Der Personalkostenzuschuss beträgt 2.000 Euro pro Vollzeitmitarbeiter und 1.000 Euro pro Teilzeitmitarbeiter (mind. 20 Std. pro Woche). Er gelangt erst im Nachhinein zur Auszahlung, wenn die mindestens 12-monatige Beschäftigung mittels GKK-Auszug nachgewiesen wurde. Der Personalkostenzuschuss wird für maximal drei Vollzeitäquivalente, somit bis zu einer Höhe von maximal 6.000 Euro, gewährt.

I N F O: Das Antragsformular für den Betriebsmittel- sowie den Personalkostenzuschuss ist auf der Homepage www.ktn.gv.at sowie beim Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 7 – Gewerbe, Martina Druml, Tel. 050536 – DW 17008 oder E-Mail Abt7.Post@ktn.gv.at erhältlich.


Rückfragehinweis: Büro LR Dobernig
Redaktion: Aichbichler/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Dobernig