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Unterstützung für Asbestopfer

14.03.2013
LHStv. Kaiser setzt auf Lungenkrebs-Nachsorge und -Früherkennung – Verantwortungsbewusste Gesundheitsfürsorge, um Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern
Im Kampf für das gesundheitliche Wohl aller in Kärnten lebenden Menschen setzt Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser auf Vor- wie Nachsorge. Konkret gab Kaiser heute, Donnerstag, rund 100.000 Euro für die Lungenkrebserkennung beziehungsweise -behandlung von Arbeitnehmern frei, die im Beruf einer Asbest-Belastung ausgesetzt waren. Träger des Projektes ist das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) Österreich in Kooperation mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA).

„In Kärnten leiden rund 2.000 Menschen an bösartigem asbestbedingten Lungenkrebs, die wir nicht im Stich lassen dürfen. Der Einsatz von Asbest ist zwar seit 1990 verboten, nach wie vor gefährdet sind aber jene Leute, die vor 30, 40 Jahren damit gearbeitet haben, weshalb die Früherkennung ein sehr wichtiges Thema ist“, so der Gesundheitsreferent.

Hintergrund: Wegen seiner Feuer- und Säurebeständigkeit galt Asbest in den 60er- und 70er-Jahren als Wunderfaser. Verwendung fand der weit verbreitete Stoff vor allem in der Bau- und in der Autoindustrie. Durch Bearbeitung und Zerstörung asbesthaltiger Produkte, aber auch durch klimatische Einflüsse, Alterung und Zerfall kann Asbeststaub in die Atemluft gelangen. Werden Asbestfasern eingeatmet, kann das zu einer chronischen Entzündung in der Lunge und zu Krebs führen. In der Theorie kann bereits eine einzige Faser ausreichen, um Krebs zu erzeugen. Das Risiko steigt, je länger und intensiver man den Fasern ausgesetzt ist. Wer mit Asbest in Kontakt kommt, hat nach rund zehn Jahren ein erhöhtes Risiko, an Asbestose zu erkranken. Eine geringe Menge eingeatmeter Fasern kann noch nach 30 Jahren oder mehr Krebs auslösen.

Infos: www.bbrz.at


Rückfragehinweis: Büro LHStv. Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm