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Schwerer Pflegemangel in Klagenfurter Pflegeheim

18.03.2013
Sozialreferent LR Ragger erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft - Wochenlanger Leidensweg einer demenzkranken Frau
Sozialreferent LR Christian Ragger hat heute, Montag, eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen eines schweren Pflegemangels in einem Klagenfurter Pflegeheim veranlasst. In einer Sachverhaltsdarstellung an die Anklagebehörde wird dargelegt, dass das Druckgeschwür (Dekubitus) einer Alzheimerpatienten wochenlang nicht adäquat behandelt worden ist und sich daher bis zum schwersten Grad entwickeln konnte.

Für Ragger hat dieser Fall eine schlimme Dimension: „Es besteht der Verdacht, dass diese Heimbewohnerin wochenlang Schmerzen ertragen musste, weil keine richtige Pflegediagnose gestellt worden ist. Aus diesem Grund stellt sich auch die Frage, ob sie genügend Schmerzmittel erhalten hat. Denn es hat auch lange gedauert, bis ein Arzt der Schmerzambulanz beigezogen worden ist“, so der Sozialreferent.

Die mangelnde Schmerzbehandlung von Heimbewohnern, die sich aufgrund ihrer Demenz nicht mehr äußern können, sei ohnehin ein ernstes Thema für alle Pflegeheime. In diesem konkreten Fall sei auch zu klären, warum eine beigezogene Ärztin und eine ebenfalls beigezogene ausgebildete Wundmanagerin das Geschwür der Klientin offenbar falsch gedeutet hätten und dadurch Maßnahmen, die ein Fortschreiten des Geschwürs verhindern hätten können, unterblieben sind.

Ragger wies darauf hin, dass die Heimaufsicht der Sozialabteilung diesen tragischen Fall ausführlich überprüft habe und der Staatsanwaltschaft umfangreiche Unterlagen vorlegen könne. Das Pflegeheim habe nicht von sich aus Meldung erstattet. Bekannt geworden sei der Fall durch den Sohn und Sachwalter des Opfers, so Ragger.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Jost/ Zeitlinger