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Grenzüberschreitende Rettungsübung im Loibltunnel

13.04.2013
Katastrophenschutzreferent LH Kaiser bei Vorstellung des Übungsablaufes der wichtigen, grenzüberschreitenden „Loibl-Übung“ am Nordportal des Tunnels
Im 1570 Meter langen Loibltunnel, an der Grenze zwischen Kärnten und Slowenien, fand gestern, Freitag, zwischen 18 Uhr und Mitternacht eine grenzüberschreitende Großübung statt. Katastrophenannahme war ein Busunfall mit zahlreichen Verletzten im Tunnel. Der Vorstellung des Übungsablaufes am Nordportal des Tunnels wohnte auch Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Beisein von Landtags- und Zivilschutzpräsident Rudolf Schober, Rot Kreuz Präsident Peter Ambrozy, Landesfeuerwehrkommandant Stellvertreter Hugo Irrasch, Ferlachs Bürgermeister Ingo Appé und Landesamtsdirektor Dieter Platzer bei.

Der Landeshauptmann begrüßte alle weiblichen und männlichen Einsatzkräfte, im Einsatz standen 400 Personen aus Kärnten, Slowenien und der Steiermark, in deutscher und slowenischer Sprache. „Ich halte solche grenzüberschreitenden Übungen in einem zusammenwachsenden Europa für sehr wichtig und sinnvoll, denn nur durch gemeinsame Übungen kann man für einen etwaigen Notfall gerüstet sein", betonte Kaiser. Gleichzeitig zollte er allen Kameradinnen und Kameraden Respekt für ihren Elan am Ende einer arbeitsamen Woche.

Neben Feuerwehren, Rettungssanitätern, Notärzten, Bergrettern und Rettungshundeführern aus Kärnten, Slowenien und der Steiermark stand bei dem EU-Sicherheitsprojekt, es läuft unter dem Namen „Goal“ und sieht drei grenzüberschreitende Übungen vor, auch der ferngesteuerte Rettungsroboter „Odin" der Technischen Universität Graz zur Verfügung. Er wurde einem Praxistest unterzogen. Im Ernstfall soll das Gerät bei Tunnelunfällen vorangehen und über Radarsensoren erste 3D- und Lagebilder vom Unfallort liefern. Zusätzlich ist der Roboter auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet.

„Solche Geräte sind wichtig und hilfreich und können Gefahrenmomente für die Einsatzkräfte reduzieren", betonte der Landeshauptmann. Für ihn als Katastrophenschutzreferent sei es zudem gut zu wissen, dass solche Übungen auch wertvolle Erkenntnisse für alle Einsatzorganisationen bringen.

Die Wichtigkeit solcher Übungen hoben auch Ambrozy, Irrasch und Schober hervor. „Diese Übungen bringen den Roten Kreuz auch auf der menschlichen Verständigungsebne Fortschritte und helfen ihm weiter", meinte Ambrozy. Für Irrasch sind grenzüberschreitende Übungen sinnvoll. Schober betonte in seiner Funktion als Zivilschutzpräsident, dass es eine wichtige Aufgabe des Zivilschutzverbandes sei, über solche Übungen die Öffentlichkeit zu informieren. „Leider verdrängen noch immer sehr viele Menschen mögliche Katastrophen", sagte er.

Getestet wurde bei der gestrigen Großübung „Tunnelsicherheit“ vor allem die Alarmierung, Kommunikation und Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen aus Kärnten und Slowenien gemeinsam mit der Steiermark. Die Übungsleitung hatte die Abteilung Zivilschutz und Rettungswesen des Slowenischen Verteidigungsministeriums inne.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser  und Zivilschutzverband Kärnten