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Kärntens Tourismus liegt in der Hand der Unternehmer

23.04.2013
LR Waldner: Letzte Verordnung für Umsetzung des Kärntner Tourismusgesetzes beschlossen – Touristiker erwirtschaften Mittel und verfügen künftig selbst darüber
In der Sitzung der Kärntner Landesregierung wurde heute, Dienstag, auf Antrag von Tourismusreferent LR Wolfgang Waldner die letzte Verordnung zum Tourismusgesetz, damit es zu 100 Prozent umgesetzt werden kann, einstimmig beschlossen. „Kärnten hat damit ein modernes Gesetz, das den Tourismus und die Einnahmen daraus in die Hände der Unternehmer legt. Sie werden die Zukunft des Kärntner Tourismus prägen, die Entpolitisierung der Strukturen ist gelungen“, fasst Waldner zusammen.

Erstmals gebe es eine klar definierte Aufgabenteilung zwischen Kärnten Werbung, Regionen, Tourismusverbänden und den Gemeinden. Die Touristiker würden Handlungs- und Entscheidungskompetenz erhalten. Sie würden die Abgaben im Tourismus erwirtschaften und künftig auch über die Verwendung der Abgabe bestimmen. Mit der heute beschlossenen Verordnung werde laut Waldner nun der Mittelfluss geregelt. „Das Geld wird nicht mehr von der Gemeinde zum Land und teilweise wieder zurücküberwiesen, sondern die Mittel werden direkt an die jeweiligen Entscheidungs-Strukturen geleitet“, so Waldner.

Im Jahr 2013 fließen jenen Organisationen, welche die jeweiligen touristischen Aufgaben erfüllen, die entsprechenden Mittel zu. Da es über 100 Gemeinden gibt, die keinem Tourismusverband angehören, aber trotzdem touristische Maßnahmen setzen, erhalten diese Gemeinden 30 Prozent der Tourismusabgabe, was auch für Klagenfurt gilt. In 32 Gemeinden, die über acht Millionen Nächtigungen (von zwölf Millionen) repräsentieren, wurde ein Tourismusverband gegründet, in dem die Unternehmer das Sagen haben. Die Auszahlung der Mittel erfolgt vier Mal im Jahr, Ende April erfolgt die erste Auszahlung, daher wurde die Verordnung heute beschlossen.

Generelle Mittelaufteilung, Tourismusabgabe: 35 Prozent der Tourismusabgabe gehen zur Kärnten Werbung, fünf Prozent gehen ans Land (Verwaltung), 30 Prozent gehen an den jeweiligen TVB und 30 Prozent gehen an die regionale Tourismusorganisation – Tourismusregion. Die Nächtigungstaxe geht mit 90 Prozent an die Kärnten Werbung (fünf Prozent bleiben jeweils beim Land und bei den Gemeinden für die Verwaltung). Die Ortstaxe geht zu 45 Prozent an die Tourismusregion und zu 50 Prozent an den Tourismusverband oder verbleibt bei der Gemeinde, wenn sie keinen Verband hat und keiner Region angehört. Fünf Prozent bleiben bei der Gemeinde für die Verwaltung.

Im Herbst 2013 erfolgt eine Evaluierung des Tourismusgesetzes und 2014 werden dann die endgültigen Regionen festgelegt, das heißt Gemeinden haben bis dahin Zeit, sich für einen Beitritt zu einer Region zu entschließen, wenn sie noch nicht dabei sind.


Rückfragehinweis: Büro LR Waldner
Redaktion: Robitsch/Sternig

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