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Risikomanagement in Kärntner Gemeinden

24.04.2013
LH Kaiser besuchte Infoveranstaltung „Katastrophen und Naturgefahren - Risikomanagement in der Gemeinde“ und informierte über seine Pläne als Katastrophenschutzreferent
Auf großes Interesse bei Behörden- und Gemeindevertretern, Einsatz- und Blaulichtorganisationen stieß heute, Mittwoch, in Klagenfurt die Informationsveranstaltung „Katastrophen und Naturgefahren - Risikomanagement in der Gemeinde" am Areal des Landesfeuerwehrverbandes in Klagenfurt. Ihr wohnte auch Landeshauptmann Peter Kaiser bei. In seiner Funktion als Katastrophenschutzreferent skizzierte er den Anwesenden seine Pläne und Visionen.

„Ich wünsche mir viele Übungen und grenzüberschreitende EU-Projekte, eine optimale Kommunikation, Koordination und Kooperation und spreche Ihnen als Katastrophenschutzreferent meinen Respekt und meine Hochachtung für Ihre Tätigkeiten im Katastrophen- und Ernstfall aus", betonte der Landeshauptmann. Dass es nur bei Simulationsübungen bleibe und dass der Ernstfall bzw. reale Einsätze nie eintreten werden, bleibe auch für ihn als Katastrophenreferent ein frommer Wunsch bzw. eine Utopie. „Wir sollten jedoch alles tun, damit sich diese realen Einsätze in Richtung Null reduzieren".

Im Katastrophenfall, bei denen stets das Leben der Menschen im Mittelpunkt rücke, seien Vorbeugung und Prävention ebenso von großer Bedeutung wie ein optimales Risikomanagement. Eine optimale Kooperation und Koordination zwischen Behörden, Gemeinden Baulichtorganisationen und diversen Einsatzorganisationen sei daher oberstes Gebot. „In diesem Bereich haben wir zweifellos noch Potential und können einiges an Leistungen bringen", so Kaiser.

Positiv bewertete der Landeshauptmann auch die letzte grenzüberschreitende Übung „Goal" mit Slowenien und der Steiermark am Loibltunnel. Sie würde in die richtige Richtung zielen, da dem Grundgedanken „Hilfe ohne Grenzen" Rechnung getragen werde. Als Referent für europäische und internationale Angelegenheiten werde er zudem alles unternehmen, dass künftig vermehrt finanzielle Mittel der EU für den Katastrophenschutz nach Kärnten fließen.

Eine immer wichtigere Rolle bei Katastrophenfällen käme auch den Gemeinden zu. „Ihre Mitarbeit ist ebenso von großer Bedeutung wie jene der Hilfs- und Zivilschutzverbände, mit denen das Land eng zusammenarbeitet", betonte der Landeshauptmann.

Egon Rauter, Sicherheitsbeauftragter des Landes, einer von acht Referenten referierte über das Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes. Es baut auf fünf Säulen auf: die Behörde, die Bevölkerung, die Einsatzkräfte, die Wirtschaft und Wissenschaft. Zudem stellte er das Sicherheitsinformationssystem Kärnten „Sissie" vor, welches mit Friaul- Julisch Venetien vernetzt ist und das Projekt „Goal". Die heutige Infoveranstaltung habe das Ziel, die Bürgermeister zu sensibilisieren, dass alle Kärntner Gemeinden mit Unterstützung der Bezirksverwaltungsbehörden, ihre Daten im Sicherheitsinformationssystem regelmäßig warten sollten und zudem eine Sicherheitsanalyse über die möglichen Risiken in ihrer Gemeinde durchführen sollten.

Zudem verwies er auf die Sicherheitshomepage des Landes www.sicherheit.kt.n.gv.at auf der sich die Bevölkerung umfassend informieren könne. Auf ihr sind auch in Kürze alle heutigen acht Referate der Veranstaltung zu finden.

An der heutigen Veranstaltung nahmen unter anderem die Landtagspräsidenten Rudolf Schober und Josef Lobnig, Landeamtsdirektor-Stellvertreter Markus Matschek, Bezirkshauptleute und Landesfeuerwehr-Kommandant Stellvertreter Hugo Irrasch als Hausherr teil.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger