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POLITIK

Neue Energie für Kärnten - Landesregierung fasste Grundsatzbeschluss für Energie-Masterplan

08.05.2013
LR Holub: Masterplan ist umfassendes Paket für Kärntner Energiewende – Kärnten investiert damit in seine Zukunft und wird Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien
„Mit dem gestrigen einstimmigen Beschluss hat die Landesregierung grünes Licht für unseren Energie-Masterplan gegeben. In Zukunft wird in Kärntens Energiebereich der Wind der Veränderung wehen“, freute sich heute, Mittwoch, Energiereferent LR Rolf Holub. Mit dem Beschluss wurden die Rahmenbedingungen und der Grundstein für den Energie-Masterplan gelegt, der sich als Weiterentwicklung der bestehenden „Landesenergieleitlinien 2007 – 2015“, der „Alpe Adria Energieleitlinien“ unter Einbeziehung der „Energie Strategie Österreich“ und der Strategie der Europäischen Union „Energie 2020“ versteht und bis 31. Mai 2014 fertiggestellt wird. „Unser Energie-Masterplan ist ein umfassendes Paket für eine Kärntner Energiewende. Als Energiereferent stehe ich für eine mutigere und ambitioniertere Energiepolitik und eine nachhaltigere und ökologischere Nutzung unserer Energieressourcen. Ziel unseres Masterplans ist es, Kärnten im Bereich Wärme und Strom bis 2025 energieunabhängig und frei von fossilen und atomaren Energieträgern zu machen. Im Bereich Verkehr soll diese Unabhängigkeit bis 2035 erfolgen“, erklärte Holub.

Die Vorteile eines Energie-Masterplans liegen laut Holub auf der Hand: „Kärnten setzt damit auf regionale Wertschöpfung und die Nutzung von regionalen Energieressourcen. Damit sollen neue und sichere Arbeitsplätze und niedrigere Energiekosten für die Kärntner Bevölkerung geschaffen werden. Eckpfeiler sind dabei die umfassende Förderung Erneuerbarer Energien in Kombination mit einer hohen Energieeffizienz, die uns dabei hilft Energie zu sparen. Als ersten Schritt wollen wir daher alle öffentlichen Gebäude auf Erneuerbare Energien umstellen.“ Gemäß ersten Erhebungen der zuständigen Fachabteilung werden in Kärnten derzeit 735 öffentliche Gebäude mit Strom und 423 öffentliche Gebäude mit Öl-Heizungen betrieben. 930 öffentliche Gebäude machten bis dato keine Angabe: „Wir vermuten daher eine hohe Dunkelziffer. Diese Zahlen zeigen, dass der Hebel bei den öffentlichen Gebäuden rasch auf Erneuerbare Energien umgestellt werden muss. Das Land muss hier eine Vorbildrolle einnehmen“, so Holub.

„Erneuerbare Energien sind unsere Zukunft. Wir sorgen mit dem Energie-Masterplan dafür, dass sich Kärnten als Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien positioniert. Wir wollen von der öffentlichen Hand, über NGOs, grüne Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen und Privatpersonen alle in unseren Energiemasterplan miteinbeziehen. Transparenz und BürgerInnenbeteiligung sind bei diesem Projekt von zentraler Bedeutung. Damit sorgen wir für das beste Know-how auf einer breiten Basis und eine entsprechende Bewusstseinsbildung für Erneuerbare Energien“, betonte der Energiereferent.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm