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Gemeinsames Opfergedenken

09.05.2013
LH Kaiser bei Gedenkfeier in Liescha /Leše in Slowenien - „Weg der gemeinsamen Versöhnung ist wichtig"
„Ich danke Ihnen, dass sie den Opfern ihre Referenz erweisen. Dieses Gedenkkreuz im Liescha-Wald und das Gedenkkreuz mit der Gedenktafel an der Kirche sind ein Symbol für die Opfer, und es gebietet der Respekt und die Erinnerung gegenüber den Opfern, dass wir hier für einige Sekunden in Stille verharren“. Diese Worte richtete heute, Donnerstag, Landeshauptmann Peter Kaiser an die Teilnehmer des gemeinsamen Opfergedenkens im Wald und vor der Kirche von Liescha/Leše im Rahmen einer gemeinsamen Gedenkfeier, bei der Kaiser an beiden Gedenkstätten, gemeinsam mit Landtagpräsident Reinhart Rohr auch Kränze niederlegte.

Liescha, der Ort des Grauens, sei ein wichtiges Symbol der Aufarbeitung für die furchtbaren Ereignisse und Tragödien im Mai 1945. „Die Bereitschaft zur Aufarbeitung ohne Romantik und dabei auch Dinge beim Namen zu nennen, ist der einzige Weg um Hass, Trennung und Vergeltung zu überwinden. Gehen wir gemeinsam als Land mit den Betroffenen den Weg der gemeinsamen Versöhnung in einem vereinten Europa", lautete das Resümee des Landeshauptmannes.

Es gäbe glücklicherweise im Land noch engagierte Menschen die sich für Versöhnung und das friedliche Miteinander stark machen würden. Speziell dankte der Landeshauptmann Altbürgermeister Othmar Mory als Initiator des Opfergedenkens und der Konsensgruppe für ihren Weg der Versöhnung und des Eintretens für ein friedliches Miteinander im Land.

Grußworte überbrachten auch der Präsident des Schwarzen Kreuzes, Generalmajor i. R. Gerd Ebner, Josef Feldner, Obmann des Kärntner Heimatdienstes und Marjan Sturm, Obmann des Zentralverbandes slowenischer Organisationen.

Ebner deklarierte sich als Anwalt der Kriegstoten und nannte Othmar Mory als Vorbild, da er verzeihen konnte. Sturm wies auf die Bedeutung des gegenseitigen Verzeihens hin und meinte: „Die Revolution der Trauerarbeit beruht auf der Auflösung von Gut und Böse". Feldner hob die Bedeutung des Gedenkkreuzes und der Tafel vor der Kirche hervor. „Sie sollen Pilgerstätte für den Frieden und die Versöhnung über die Grenzen hinaus werden". Gleichzeitig sprach er sich für ein gemeinsames Opfergedenken beider Volksgruppen aus.

An der Feier, die Begrüßung nahm Generalleutnant i. R. Arno Manner vor, nahmen auch LAbg. Franz Wieser, Bleiburgs Bürgermeister Stefan Visotschnig und Bleiburgs Stadtpfarrer, Dechant Ivan Olip und teil.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotonachweis: Büro LH Kaiser/Wajand