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POLITIK

LR Köfer zu Ausbau S 37: "Jetzt ist Schluss mit Drüberfahren!"

14.05.2013
Stopp der Ausbaumaßnahmen gefordert – Bund sollte dann freiwerdende Mittel für Sicherheitsausbau der B 317 bereitstellen
Straßenbaureferent Landesrat Gerhard Köfer fordert die geplanten Ausbaumaßnahmen der B 317 bzw. der S 37 zu stoppen, um einen Ausbau der B 317 zur Schnellstraße und eine zusätzliche Bemautung zu verhindern. Stattdessen verlangt Köfer vom Bund, die freiwerdenden Mittel für den Sicherheitsausbau der B 317 bis zur Landesgrenze bereitzustellen. Dadurch erspare sich die ASFINAG Millionen.

„Das Wohl der Anrainer und der Erhalt der intakten Umwelt müssen beim Ausbauprojekt S 37 klar im Mittelpunkt stehen“, mit diesen Worten unterstützt Köfer die insgesamt 16 Bürgerinitiativen aus Kärnten und der Steiermark, die seit Jahren vehement gegen den enormen Ausbau der S 37 kämpfen. „Das Thema S 37 muss endlich zu einem Abschluss gebracht werden. Die Anliegen der Bevölkerung dürfen nicht länger von der Politik ignoriert werden.“

Mit der S 36/S 37 würde ein neuer alpenquerender Hochleistungs-Straßen-Korridor geschaffen werden, solche Straßen seien allerdings in Österreich schon seit 2002 nicht mehr erlaubt. „Umbauten sind an der Straße nur dort sinnvoll, wo sie die Verkehrssicherheit der Bürgerinnen und Bürger erhöhen“, so Köfer, der demnächst weitere Gespräche mit den Bürgerinitiativen sowie mit dem steirischen Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann und der ASFINAG führen wird.

Für Köfer geht es bei weitem nicht darum, nur eine Transitlawine effektiv zu verhindern, sondern „auch deutlich nachhaltigere Argumente sprechen klar gegen einen Ausbau der S 37: Die Hochleistungsverkehrsverbindung würde durch bedeutende landschaftliche und touristische Gebiete führen. Das Krappfeld ist als ‚Kornkammer‘ bekannt und zahlreiche Bio-Bauern haben sich in dieser Region angesiedelt – ihnen würde durch den Bau die Lebensgrundlage abhandenkommen. Von Umweltverschmutzung, gesundheitlichen Problemen aufgrund der starken und permanenten Lärmbelästigung für die Bürger ganz zu schweigen.“

„Es dürfte dabei allen klar sein, dass das Projekt weder wirtschaftlich, noch zweckmäßig oder überhaupt finanziell darstellbar ist. Die Bevölkerung erwartet sich von der Politik ein klares Signal, dass ihre Anliegen endlich ernst genommen werden“, so der Straßenbaureferent.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Cerne/Böhm