Presseaussendungen

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Bausteine zur Qualitätssicherung im slowenischen Sprachunterricht

15.05.2013
LH Kaiser bei Projektpräsentation im Landesschulrat – „Weiterentwicklung jeder Sprache ist etwas total Positives“
Im Sitzungssaal des Landesschulrates für Kärnten fand heute, Mittwoch, die Projektpräsentation „Bausteine zur Qualitätssicherung im Sprachunterricht“ statt. Im Rahmen eines Pilotprojektes erhalten Schülerinnen und Schüler an Schulen mit Slowenischunterricht ein eigenes Sprachenportfolio (1. Baustein), also eine Mappe mit Arbeitsblättern zur Förderung der Mehrsprachigkeit. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten eigens erarbeitete Kompetenzbeschreibungen (2. Baustein), also Orientierungshilfen, um die sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Die beiden Bausteine sind das Ergebnis einer mehr als zwei Jahre tätigen Arbeitsgruppe, an der unter der Leitung des Bundesministeriums für Unterricht Kunst und Kultur 22 Kärntner Pädagoginnen und Pädagogen mitgewirkt haben.

An der Präsentation nahm auch Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner Funktion als derzeit amtsführender Präsident des Landesschulrates und Bildungsreferent teil. Kaiser begrüßte alle Teilnehmer und teilte ihnen mit, dass er ein sehr persönliches Verhältnis zum slowenischen Sprachunterricht habe, da sein Sohn bereits im Kindergarten slowenisch lernte und letztendlich am Slowenischen Gymnasium maturierte. „In den vorgestellten Projekten spiegelt sich vieles wider aus dieser Zeit", so Kaiser.

In seiner Funktion als Bildungsreferent hob er den Stellenwert jeglichen Sprachunterrichts hervor. „Je früher man eine Sprache spielerisch und im sozialen Verband lernt, umso leichter tun sich Menschen später". Dass die slowenische Sprache immer mehr an Bedeutung gewinne, würden die steigenden Anmeldezahlen in den Pflichtschulen beweisen. Derzeit gibt es im Geltungsbereich des Minderheiten Schulgesetzes 72 Schulen mit zweisprachigem Unterricht, davon werden acht als Exposituren geführt. „Das quantitative Wachstum im Slowenischunterricht ist erfreulich und beweist den hohen Stellenwert der Sprache", stellte Kaiser fest. Der Landeshauptmann betonte auch, dass die Weiterentwicklung der Sprache etwas absolut positives sei und für das Zusammenleben der Menschen in Kärnten die große Chance sei.

Ministerialrat Wilhelm Wolf, Leiter der Stabsstelle für das österreichische Minderheitenschulwesen im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, schilderte die Höhepunkte aber auch Irritationen im zweisprachigen Unterricht in den letzten 25 Jahren. Entscheidende Schritte seien dabei die Novellierung des Minderheitenschulwesens gewesen und das Verfassungsgerichtshof Erkenntnis aus dem Jahr 2000, den Elementarunterricht Deutsch-Slowenisch auf die 1. bis 4. Schulstufe auszuweiten. „Damit ging auch die Anmeldezahl in die Höhe. Wichtigstes Ziel ist die Kontinuität der Sprachförderung vom Kindergarten bis zur Matura", so Wolf.

Marlies Krainz-Dürr, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Kärnten, berichtete, dass zweisprachige Lehramtsstudentinnen und -studenten in Kärnten rasch und schnell eine Anstellung finden würden. „Wir stellen hohe Ansprüche an die Studierenden bei der Sprachkompetenz und die Ausbildung zum zweisprachigen Lehrer ist auch ein Exerzierfeld für alle Lehrer", so die Rektorin.

Landesschulinspektorin Sabine Sandrieser wartete mit konkreten Zahlen der letzten 20 Jahre in Bezug auf die Anmeldung und die Entwicklung der Sprachkenntnisse auf. 1992 besuchten von 5757 Schülern, 1302 den zweisprachigen Unterricht (= 22,61%). 2011/12 gab es 4452 Schüler, von denen 1977 zweisprachig unterrichtet wurden (= 44,4 %). „Die Anmeldungen haben sich in dieser Zeit verdoppelt", so Sandrieser.

Anders stellt sich das Bild bei der Entwicklung der Sprachkenntnisse dar. Hatten im Schuljahr 1992/93 noch 27,4 Prozent der Schüler gute slowenische Sprachkenntnisse, waren es 2012/13 nur mehr 13,36 Prozent. Keine slowenischen Sprachkenntnisse hatten 52 Prozent (1992/93) bzw. 69,5 (2011/12). Diese Situation stelle die Lehrer vor große Herausforderungen und es bedürfe eines veränderten Unterrichts. Dazu zähle die durchgängige Sprachbildung in allen Gegenständen ebenso wie neue sprachdidaktische Zugänge, die wissenschaftliche Begleitung, die Professionalisierung der Lehreraus- und Weiterbildung und die Sprachbewusstseinsbildung, auch durch die Eltern. „Wenn alle an einem Strang ziehen, sind Kärntens Schulen für ein mehrsprachiges Europa gut vorbereitet", meinte Sandrieser.

An der Projektpräsentation nahmen unter anderem: Bundesrätin Ana Blatnik, LAbg. Zalka Kuchling, der designierte Landesschulratspräsident Rudi Altersberger, die slowenische Generalkonsulin Dragica Urtelj, Volksgruppenvertreter Marjan Sturm und Bernard Sadovnik und Thomas Kassl vom Volksgruppenbüro des Landes teil.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser/Benny Bürger

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