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POLITIK

Entwicklungspolitischer Beirat konstituiert

22.05.2013
LH Kaiser will Stellenwert der Entwicklungspolitik steigern und spricht sich für Enquete im Landtag und für mehr Fördermittel aus
Der Entwicklungspolitische Beirat des Landes Kärnten trat am Dienstagnachmittag unter Vorsitzendem Landeshauptmann Peter Kaiser zu seiner konstituierenden Sitzung in Klagenfurt zusammen. Im Rahmen der Sitzung wurden auch die sieben fristgerecht eingereichten Projektanträge einstimmig angenommen. Aufgabe des Beirates ist es, die Landesregierung bei der Erörterung und Koordination entwicklungspolitisch relevanter Entscheidungen zu beraten.

Der Landeshauptmann dankte den Vertretern für ihr entwicklungspolitisches Engagement. Eingereicht wurden Unterstützungen für Bildungs- und Schulprojekte (Alphabetisierung) sowie auch für Baumaßnahmen (z.B. Heim für Waisen- und Straßenkinder), die in den Ländern Tansania, Brasilien, Angola, Kongo und Uganda realisiert werden sollen. Einig war man sich mit dem Landeshauptmann, dass der Stellenwert der Entwicklungspolitik gesteigert werden müsse. Daher wurde das Projekt „Unterstützung des entwicklungspolitischen Bildungsprozesses Globales Lernen neu denken. Kärnten“ als besonders bewusstseinsbildend hervorgehoben. Es gehe um Hilfe zur Selbsthilfe bzw. zu deren Befähigung, so Kaiser.

Der Landeshauptmann regte an, alle mit Entwicklungspolitik befassten Stellen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene nach Möglichkeiten und Chancen abzufragen und die Ergebnisse zusammenzuführen. Basierend auf einem umfassenden Informationsaustausch sollte dann eine Enquete im Kärntner Landtag initiiert werden. Es sei wichtig, interdisziplinär zu kooperieren, um den begrenzten Mitteleinsatz des Landes bestmöglich nutzen zu können. Insgesamt gehe es darum, das Bewusstsein für Entwicklungspolitik zu schärfen und längerfristig eine Erhöhung der Fördermittel seitens des Landes zu erreichen.

Zusammengesetzt ist der Beirat mit je einem Vertreter der im Landtag vertretenen Parteien, der Universität, des Landesschulrates, der Diözese Gurk, der Evangelischen Diözese Kärnten, des Kärntner Caritasverbandes, des Bündnis für Eine Welt, des Österr. Lateinamerika-Institutes, Amnesty International, Sektion Kärnten, vier Vertretern des Dachverbandes Entwicklungspolitischer Organisationen sowie einem Vertreter des Slowenischen Seelsorgeamtes.

Das sind die Mitglieder des Beirates: Mag. Kerstin Zlender-Mauczka, Dr. Nina Petauer, Horst Krainz, Dr. Gerhard Hammerschmied, Thomas Fian, Dr. Horst Poosch, Univ. Prof. Dr. Georg Gombos, Dr. Andreas Roth, Mag. Johannes Rosenzopf, Mag. Norman Tendis, Mag. Cornelia Leitner, Dr. Gerhard Payr, DI Bernhard Gübitz, Univ. Prof. Dr. Larissa Krainer, weiters Rosi Pichler-Taumberger, Mag. Hans Jordan, Mag. Barbara Weißbacher, Greta Adam-Kesselbacher, Josef Kopeinig.
Ansprechpersonen sind seitens des Landes Silvia Hrstic und Martina Rattinger, die Leiterin des Kärntner EU-Büros in Brüssel.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner