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Neue Steinwildbroschüre beim Steinwildsymposium vorgestellt

25.05.2013
LR Ragger: Viele interessante Details über das Steinwild – länderübergreifende Zusammenarbeit wird weiter vertieft
In den Nationalparkländern Kärnten, Salzburg und Tirol wird jedes Jahr ein Steinwildsymposium veranstaltet, das heuer in Heiligenblut abgehalten wurde. Dabei geht es in erster Linie um einen Erfahrungsaustausch derjenigen, die sich seit der Wiedereinbürgerung des Steinwildes in den Hohen Tauern im Jahr 1960 um diese edle Wildart kümmern. Gemeinsam mit Nationalparkdirektor Peter Rupitsch konnte Nationalparkreferent Landesrat Christian Ragger auch heuer wieder über 60 Jägerinnen und Jäger, Wildtiermanager und Naturschutzvertreter bei dieser Veranstaltung begrüßen.

Im Rahmen des diesjährigen Symposiums wurde die auch für Laien höchst interessante Broschüre „Der Alpensteinbock“ präsentiert. „Das 32seitige, mit Bildern und Grafiken ausführlich gestaltete populärwissenschaftliche Heft porträtiert das Steinwild in all seinen Facetten und geht besonders auf ein interessantes Forschungsprojekt über das Steinwild im Nationalpark Hohe Tauern ein“, lässt Ragger wissen.

„Seit 2005 untersucht ein Forschungsprojekt das Verhalten der königlichen Tierart im Nationalpark Hohe Tauern. Neben den biologischen Daten und Fakten zu dieser Tierart präsentiert die Broschüre die aktuellen Ergebnisse der Studie, welche 2012 abgeschlossen wurde“, so Rupitsch. Das Projekt zeigte auch auf, dass die Steinböcke in den Hohen Tauern aber wesentlich aktiver unterwegs sind als im schweizerischen Nationalpark, wo es schon seit längerem eine intensive Beobachtung der Wildart gibt. Das „Warum“ soll zukünftig wissenschaftlich untersucht werden.

Im Rahmen des Projektes wurden auch viele interessante Daten über das Steinwild erfasst. Etwa die Raumnutzung der Steinböcke mit bis zu 13.600 ha großen Streifgebieten, oder dass es einen Zusammenhang der Populationen rund um den Großglockner gibt und dass die Steinböcke lieber über den Gletscher wandern als durch ein Tal. „Die Steinböcke sind hauptsächlich in Höhenlagen zwischen 1.900 m (im Frühjahr) und 3.200 m (im Spätsommer) unterwegs. Von den Aktivitäten ist der Steinbock hauptsächlich ein tagaktives Wild mit langen Ruhepausen zu Mittag in der Sommerhitze und Aktivitätsspitzen in den Morgen- und Abendstunden“, erklärt der Nationalparkdirektor.

Die Erforschung des Steinwildes wäre ohne die tatkräftige Unterstützung seitens der Jägerschaft nicht möglich. „Da die Steinböcke keine Nationalpark- oder Landesgrenzen kennen und sich die Tiere vor allem in den Wintermonaten auch außerhalb der Nationalparkgrenzen aufhalten, ist ein umfassendes Management von Jagd, Naturschutz und Politik notwendig, um den Lebensraum der Tiere zu schützen“, so Ragger.

S E R V I C E: Weitere Informationen finden Interessierte in dem Nachschlagewerk, welches bei jeder Nationalparkverwaltung bestellt werden kann. (Kärnten: 04825 6161, Salzburg: 06562 40849, Tirol: 04875 5161-10) Für weitere Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung: Klaus Eisank, Projektleitung, Nationalpark Hohe Tauern, Tel: 04784 701-22


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Ragger