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Österreich ist Mekka für Berufsausbildung

28.05.2013
LH Kaiser bei Präsentation der Dachmarke „Erfolgsmodell HLW“ - Bildung ist Eintrittsschein in erfolgreiches gesellschaftspolitisches Leben
„Es ist ein sehr positives und zukunftsorientiertes Zeichen, dass Schulen in Zeiten des immer größer werdenden Wettkampfes gemeinsam eine Dachmarke entwickeln“, sagte heute, Dienstag, Bildungsreferent LH Peter Kaiser bei der Präsentation der Dachmarke „Erfolgsmodell Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW)“ im Verwaltungsgebäude der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt. Unter den Teilnehmern waren Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger und Landesschulinspektorin Renate Kanovsky-Wintermann. Weiters die Direktoren Jutta Rom (CHS Villach) und Christian Warmuth (HLW Hermagor) sowie die Direktorinnen und Direktoren der acht HLWs in Kärnten.

„Die Dachmarke als Zeichen der Gemeinsamkeit ist enorm wichtig, um den Jugendlichen eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen“, betonte Kaiser. Die HLW verbinde scheinbar Widersprüchliches zwischen Hand- und Kopfarbeit. „Sie trägt sehr viel zur Persönlichkeitsbildung bei, was besonders wichtig ist, da die soziale Komponente einen immer größer werdenden Stellenwert bekommt“, betonte der Bildungsreferent.

Im Bereich der HLW werde geschaut, was tut Österreich. „Unser Land ist das Mekka für Berufsausbildung und mit der Dachmarke wird Kärnten zum Vorbild für ganz Österreich“, sagte Kaiser. Das berufsbildende Schulwesen sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass Österreich eine der geringsten Jugendarbeitslosigkeitsraten im EU-Raum aufweise. „Mit 8,3 Prozent ist sie zwar immer noch um diesen Prozentsatz zu viel, aber im Vergleich zu beispielsweise Portugal oder Spanien niedrig“, so der Landeshauptmann, der aber auch darauf verwies, dass in Kärnten in der Bildungspolitik hoher Aufholbedarf bestehe. „Bildung ist die Hauptspeise im gesellschaftspolitischen Menü, sie garantiert mehr Chancengleichheit und mehr Möglichkeiten der Entwicklung. Sie ist der Eintrittsschein in ein erfolgreiches Berufs-, Erwachsenen und gesellschaftspolitisches Leben.“ Besonders hervorgestrichen hat Kaiser den emanzipatorischen Bereich. „Jugendliche müssen zu kritischen Menschen herangeführt werden, denn unsere Gesellschaft braucht selbstbewusste Menschen für eine gute Weiterentwicklung.

„Ich bewundere die Dynamik der HLWs, sie sind nicht zufrieden mit dem, was sie bereits erreicht haben, sondern wollen aktiv mitgestalten“, sagte Altersberger. Hier würden die Jugendlichen bestens vorbereitet auf die unterschiedlichen Lebenswelten von morgen.

„Die Impulsgeber waren die Direktorinnen und Direktoren“, so Kanovsky-Wintermann. Durch die Dachmarke soll das, was täglich präsentiert wird, festgehalten und in die Öffentlichkeit transportiert werden. Dem Kärntner Vorbild soll österreichweit gefolgt werde.

Die Direktoren Rom und Warmuth präsentierten einen Überblick der „Dachmarke HLW“. „Es wurde schon bisher sehr gut gearbeitet, aber nun ist es an der Zeit, sich überregional zu verstärken, ein gemeinsames Logo ist der erste Schritt“, so Warmuth. Größter gemeinsamer Nenner, zentraler Punkt und gemeinsame Stärke aller HLWs sei die Vielfältigkeit. “Wir wollen das Verbindende zur Verbindlichkeit machen“, sagte Rom. Geplant seien ein österreichweit gemeinsamer Webauftritt, eine „Open Night“ der HLW und ein Tag der Internationalität.

Einen Einblick aus der Sicht von Schülern gaben Snezana Maljuritsch (3. Klasse), Ferdinand Stadlober (4. Klasse) und die beiden Absolventen Karina Hartweger und Johannes Preschern. Alle waren voll des Lobes und strichen besonders die Vielfalt, das Pflichtpraktikum und die hohe Persönlichkeitsbildung in dieser Schuler hervor.

Die berufsbildenden Schulen ermöglichen den direkten Einstieg ins Berufsleben und den allgemeinen Hochschulzugang. Fast 15.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in Kärnten diesen Schultyp (im Vergleich dazu ca. 12.000 die AHS). Im OECD-Vergleich verfügt Österreich über das am stärksten ausgebaute beruflich orientierte Bildungssystem. 76,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Sekundarbereich II besuchen in Österreich eine Schule mit beruflicher Orientierung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD/ Philipp Hofmeister