News

LOKAL

Tierrücktransport nur nach Zahlung von Kaution

04.06.2013
Tierschutzreferent LR Ragger fordert Kautionszahlung – Für strenge Strafen für illegale Tiertransporte
Der holländische Besitzer der 1.700 Kleintiere, die am vergangenen Freitag nach einem Unfall ins Tierheim Klagenfurt gebracht worden sind, will die Tiere wieder abholen. „Ein dafür geeignetes Fahrzeug soll mittlerweile verfügbar sein. Allerdings wird der Rücktransport nur erlaubt, wenn die Verantwortlichen für den illegalen Transport eine Kautionszahlung für die Kosten des Tierheimes, der Bergung und die zu erwartenden Strafen hinterlegt“, teilte der Referent für Tierschutz LR Christian Ragger heute, Dienstag, mit.

Bei einigen Tieren, u.a. den Pythonschlangen, den Frettchen und Nerzen würden die verantwortlichen Tierärzte mangels Gesundheits- und Herkunftsbescheinigungen keine Freigabe für den Transport erteilen. Sie bleiben aus Gesundheitsgründen in jedem Fall in Kärnten und für sie sollten neue Besitzer gesucht werden.

Ragger kündigt für diesen illegalen Transport auch strenge Strafen an. „Aus der Sicht des Gesundheits- und Tierschutzes ist es unverantwortlich, Tiere, deren Herkunft und Seuchenstatus ungeklärt ist, durch halb Europa zu karren. Es ist davon auszugehen, dass nach dem Unfall nicht alle Tiere eingefangen werden konnten. Das Risiko, dass z.B. ein tollwutkrankes Tier ausgekommen ist, kann man nicht ausschließen. Das hätte weit reichende Konsequenzen“.

Es gebe in Europa nicht umsonst das so genannte „Tracis-System“. Im Ursprungsland muss ein Tierarzt die Gesundheit und die Transportfähigkeit der Tiere bestätigen. Der Transport bekommt eine Lizenznummer und die geplante Transportroute muss in einem europaweiten Informationssystem eingespeichert werden, sodass die Transitländer wissen, welche Tiere durchreisen und Kontrollen durchführen können. „Der holländische Tierhändler und sein Transporteur haben diese Regelungen ignoriert. Sie wollten die Tiere unerlaubt auf einen großen Markt in Oberitalien bringen“, so Ragger. Die Behörden wussten nichts von dem Transport und um welche Tiere es sich handele.

Bei der Bezirkshauptmannschaft Spittal sind laut Ragger Strafverfahren wegen der fehlenden Transportgenehmigung, wegen einer nicht vorhandenen Zulassung des Fahrers und wegen eines für diesen Tiertransport ungeeigneten Fahrzeuges anhängig. Der Magistrat Klagenfurt ermittle wegen der fehlenden Atteste in Bezug auf den Seuchenstatus der Tiere, u.a. auch wegen fehlender Chips für die Frettchen und Nerze.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/ Brunner